Untersuchung der EU-Kommission

Clariant zahlt Strafe wegen Verstoß gegen Wettbewerbsrecht

15.07.2020 Die EU-Kommission hat eine Strafe von 155,8 Mio. Euro gegen den Spezialchemie-Konzern Clariant verhängt. Grund ist ein Verstoß gegen das EU-Wettbewerbsrecht im Ethylen-Einkaufsmarkt.

Wie der Konzern mitteilte, verstößt laut Untersuchungsergebnis ein einziger ehemaliger Mitarbeiter von Clariant gegen das Wettbewerbsrecht. In der Folge wurde das Unternehmen für dieses Verhalten für haftbar befunden und erhielt eine Geldstrafe. Für die Untersuchung hatte der Konzern bereits 2019 eine Rückstellung gebildet.

Das Unternehmen teilte mit, den Vorfall zutiefst zu bedauern. Man sei enttäuscht, dass die starke Compliance-Kultur, die auf einem klaren Verhaltenskodex und einem Programm zur Einhaltung des Kartellrechts basiert, das eine Vielzahl massgeschneiderter Kartellschulungen umfasst, nicht aufrechterhalten wurde. Clariant betonte außerdem, die zuständigen Behörden während der gesamten Untersuchung unterstützt und uneingeschränkt mit der Europäischen Kommission zusammengearbeitet zu haben, wodurch die Geldbuße reduziert wurde. Der Konzern will auch in Zukunft die höchsten ethischen Standards fördern und deren Einhaltung sicherstellen. (ak)

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