Jahresergebnis 2018

Covestro: Hohe Nachfrage, sinkende Margen

25.02.2019 Der Werkstoffhersteller Covestro hat 2018 von einer weiterhin intakten Nachfrage auf dem Kunststoffmarkt profitiert und nochmal mehr Mengen abgesetzt als im herausragenden Vorjahr. Allerdings drückte der zunehmende Wettbewerb durch BASF und Co. auf die Margen. Diese Situation soll sich 2019 sogar noch verschärfen.

Konzernkennzahlen 2018

Das Geschäftsjahr 2018 bei Covestro war von steigenden Absätzen, aber sinkenden Margen und Gewinnen geprägt. (Bild: Covestro)

Die Mengen im Kerngeschäft von Covestro nahmen dabei um 1,6 % zu und der Konzernumsatz stieg um 3,4 % auf 14,6 Mrd. Euro. „Die Nachfrage nach unseren hochwertigen Kunststoffen ist weiter intakt“, meint der Vorstandsvorsitzende Dr. Markus Steilemann. Der bereinigte Gewinn (Ebitda) des frischgebackenen Dax-Konzerns ging jedoch gegenüber dem Rekordjahr 2017 um 6,8 % auf 3,2 Mrd. Euro zurück. Besonders belastet war das vierte Quartal 2018, hier brach das Ebitda um 66,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein.

Wettbewerb drückt Preise und Margen

Grund für die gesunkenen Gewinne – insbesondere in Q4 – sind nicht nur der höhere Logistikkosten infolge des niedrigen Rheinpegels, sondern trotz überall steigender Absatzmengen vor allem der Preisverfall in den Bereichen Beschichtungen und Spezialchemie sowie bei den Polyurethanen. Das liegt vor allem daran, dass die Konkurrenz etwas aus China oder die BASF ihre Kapazitäten wieder hochfahren können. Positiv entwickelten sich für Covestro hingegen die Margen im Geschäft mit Polycarbonaten. Hier profitierte die Gewinnrechnung außerdem vom Verkauf des Geschäfts mit PCS-Platten in den USA.

2019: Gewinneinbruch erwartet

Auch für 2019 rechnet Covestro mit einem weiteren Mengenwachstum im Kerngeschäft im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Unternehmen rechnet jedoch damit, dass sich der Wettberwerbsdruck verschärft und die Margen weiter deutlich sinken. Für das Ebitda 2019 peilt Covestro zwischen 1,5 und 2,0 Mrd. Euro an, was eine Halbierung im Vergleich zu 2018 bedeuten könnte. Das Ebitda im ersten Quartal soll bei ungefähr 440 Mio. Euro liegen.

(jg)

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