Folgen der Corona-Pandemie

Covestro kassiert Gewinnprognose für 2020

16.04.2020 Die Corona-Pandemie hinterlässt tiefe Spuren in der Chemie. Der Vorstand des Kunststoffherstellers Covestro hat ausgelotet, wie tief diese für das Leverkusener Unternehmen sein werden.

Covestro rechnet demnach für das Mengenwachstum im Kerngeschäft im laufenden Jahr ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert. Bislang hatte der Hersteller mit einem Plus im niedrigen einstelligen Prozentbereich gerechnet, doch im ersten Quartal 2020 waren die Mengen um 4,1 % zurückgegangen. Das bisher erwartete Ergebnis (Ebitda) hat der Hersteller von 1 bis 1,5 Mrd. Euro auf einen Bereich zwischen 0,7 und 1,2 Mrd. Euro korrigiert. Für das erste Quartal veröffentlichte Covestro ein Ebitda von 254 Mio. Euro.

300 Mio. Euro Eisparungen, 200 Mio. Euro weniger Investitionen

Kurzfristig will das Unternehmen Kosteneinsparungen von über 300 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2020 umzusetzen (bisher geplant: EUR 200 Mio.). Dies erfolgt zusätzlich zum laufenden ‘Perspective’ Restrukturierungsprogramm, das Kosteneinsparungen in Höhe von 100 Mio. Euro im laufenden Geschäftsjahr liefern soll. Zudem will der Kunststoffhersteller weniger investieren und korrigiert seine Pläne von bislang 900 Mio. Euro auf 700 Mio. Euro. Das Unternehmen geht von einer spürbaren Verbesserung der Situation ab dem dritten Quartal 2020 aus. Allerdings können weitere Aktualisierungen der finanziellen Erwartungen nicht ausgeschlossen werden, da sich die Pandemie noch in der Entwicklung befindet, heißt es in einer dazu veröffentlichten Pressemitteilung.

(as)

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