Studie

Covestro lotet Chancen mit chinesischen Start-ups aus

08.01.2019 Der Kunststoffhersteller Covestro hat in einer Studie mit Kairos Future die Chancen für die Zusammenarbeit mit chinesischen Start-up-Unternehmen untersucht. Neben einer Zusammenarbeit sieht das Unternehmen auch Investitionsmöglichkeiten.

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Die Wirtschaftsmetropole Shenzhen gilt als das „Silicon Valley“ von China. (Bild: Covestro)

Chancen sieht Covestro vor allem bei jungen Unternehmen mit hohem Umsatzpotenzial. Der Studie zufolge herrscht unter jungen Chinesen herrscht der Wunsch, Unternehmer zu werden. Dies wird begünstigt durch die Politik des Landes und entsprechende Investitionsmittel, aber auch durch unternehmerische Erfolgsgeschichten wie die von Alibaba und Tencent. Im Jahr 2017 wurden über 100 chinesische Start-ups an Börsen auf der ganzen Welt notiert. Über 270 Unternehmen zählten zur Liste der chinesischen „Unicorns“, also jener Unternehmen, die noch keine zehn Jahre alt und dennoch eine Milliarde Euro oder mehr wert sind. Mit Risikokapitalanlagen von etwa 650 Mrd. EUR folgt China den USA nun auf Platz zwei bei globalem Risikokapital. Covestro sieht sich alsTeil dieser Entwicklung und untersucht daher verschiedene Möglichkeiten, um mit chinesischen Start-ups zusammenzuarbeiten oder in sie zu investieren. Ziele sind, die eigene Expertise zu teilen und selbst von den jungen Unternehmen zu lernen.

Von höherer Innovationsgeschwindigkeit profitieren

„Die Entwicklungszeiten für Leitinnovationen bei neuen Produkten und Geschäftsmodellen werden immer kürzer. Das ist ein Grund, warum wir zusätzliche Ideen außerhalb unserer eigenen Innovationsprozesse suchen, um so von der höheren Innovationsgeschwindigkeit sowie von neuen Technologien und Konzepten zu profitieren. Die äußerst dynamische Start-up-Landschaft in China ist dabei sehr vielversprechend“, so Hermann Bach, Head of Innovation Management and Commercial Services bei Covestro. „Auf diese Weise bieten wir zahlreichen wachsenden chinesischen Start-ups mit innovativen Produktideen unsere Werkstoffe und Lösungen an und werden so ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems.“

Das Unternehmen beliefert nach eigener Auskunft schon heute diverse Start-ups in der Verbrauchsgüterindustrie. Covestro ist in Accelerator-Programmen und Inkubatoren in Innovationszentren wie Shenzhen aktiv. Im „Silicon Valley Chinas“ trifft das Unternehmen auf junge Gründer und steht ihnen mit Fachwissen und konkreten Materiallösungen zur Seite, die ihnen dabei helfen, ihre Produkte zur Marktreife zu bringen. Auf globaler Ebene fördert Covestro sein Start-up-Engagement durch die Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Gründerplattform Plug & Play, um digitale Werkzeuge und neue Werkstofflösungen frühzeitig zu entdecken. In Deutschland unterstützt das Unternehmen gemeinsam mit dem „Bundesverband Deutsche Startups“ aktiv die Entwicklung nachhaltiger Chemie-Start-ups.

Dieser Link für Sie zur Kurzfassung der Studie.

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