Ventil-Tuning

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29.11.2009 Baukastensysteme und multifunktionale Ventilsysteme gehören zu den gefragtesten Ventilprodukten auf dem Markt. Sie ermöglichen es, spezifische Ventillösungen aufzubauen und können Geld wie Zeit einsparen. Erweiterungen zum Regeln und Probenehmen oder Rückmeldesysteme ergänzen das Angebot.

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All in one Mit dem Cona System lassen sich bis zu 80Prozent der Rohranschlüsse sparen. ARI-Armaturen bietet ein System aus unterschiedlichen Komponenten wie Ableiter, Absperrventilen, Schmutzfängern, Rückschlag- und Ablassventil in einer kompakten Form zum Ableiten von Kondensat an. Das System eignet sich für thermische Verfahren in der Prozessindustrie, für die Warmwasserversorgung durch Dampf und für Dampf-/Wasser-Wärmetauscher. In der Ableiter-Station können Ableiter (Cona) und Ventile (Faba/Stobu) variabel gekoppelt werden. Damit lassen sich unterschiedliche Armaturenfunktionen anwenderfreundlich vereinen und die Verrohrung reduzieren. Die Anschlüsse können von maximal zwölf auf zwei reduziert werden. In der kompakten Form ist das System leicht bedienbar, und mit der bewährten Faltenbalg-Abdichtung bietet es hohe Funktionssicherheit. Die Station ist in den Nennweiten DN 15, 20 und 25 erhältlich und in PN 16 wie 40 einsetzbar. Der Hersteller bietet die Werkstoffe Schmiede- und Edelstahl an.

Gewicht reduziert Gemü bietet zwei pneumatisch betätigte Geradesitz-Ventilbaureihen an. Gemü 530 verfügt über einen Edelstahlkolbenantrieb, Gemü 534 über einen Kunststoffkolbenantrieb. Zur Verfügung stehen die Nennweiten DN 15 bis 50. Als Ventilkörperwerkstoffe stehen Edelstahlguss und Sphäroguss zur Verfügung. Trotz verringertem Gewicht wurden die Kv-Werte gegenüber dem Vorgängermodell um bis zu 40% verbessert. Der maximale Betriebsdruck für die Nennweiten DN 15 bis 40 beträgt 25bar, für DN 50 16bar. Alle Nennweiten sind mit Regelkegeln ausrüstbar. Die Ventile sind bis zu einer Temperatur von 180°C einsetzbar, und mit der PTFE-Dichtpackung ist die Baureihe 530 dampfstabil und vakuumgeeignet. Ausführungen für höhere Temperaturen und andere Dichtungen sind lieferbar. In Kombination mit den Stellungs- und Prozessreglern bietet der Hersteller die Ventile auch als Regelventile an.

System erweitert Ihr Baukastensystem hat Arca jetzt um 600er Ventile erweitert. Die Ventile sind nun auch in gegossener Ausführung erhältlich. Als Pumpgrenzverhütungsventile an großen Turboverdichtern dienen sie zum kontrollierten An- und Abfahren der Verdichter und zu ihrem Schutz bei Störungen. Einsetzen lassen sich die Ventile unter anderem in Wasseraufbereitungsanlagen, in Stahlwerken und Raffinerien wie auch in großen Chemieanlagen. Die Ventile sind in den Druckstufen DIN/EN DN 600 PN 16, 25,40 sowie in DN 24“ Ansi 150 und 300 erhältlich. Der Hersteller bietet verschiedene Guss- und Sonderwerkstoffe an.

Ex-geeignet Die Effizienz einer Anlage lässt sich steigern, wenn direkt wirkende Sicherheitsventile mit einer pneumatischen Steuerung ausgerüstet werden. Die Vorteile des „einfachen“ federbelasteten Sicherheitsventils bleiben erhalten. Die Sempell-Steuerungen sind TÜV bauteilgeprüft, alle Sicherheitspfade sind dreifach redundant und die Einrichtung arbeitet nach dem „fail-safe“ Prinzip. Eine hohe Dichtigkeit wird erreicht bis zum Ansprechdruck. Das pneumatisch gesteuerte Sicherheitsventil öffnet und schließt innerhalb kleiner Druckdifferenzen. Die Ansprechgenauigkeit und -reproduzierbarkeit ist hoch. Die Steuerung der Type STE5 eignet sich besonders für den Ex-Schutzbereich.

Fixiert und beweglich Das Segmentplattenventil von damko Ventiltechnik besteht aus einer Kombination aus fixierter und beweglicher Segmentscheibe, wodurch es sich bei feinster Einstellung stufenlos regeln (Stellverhältnis bis zu 1:70) lässt. Durch seine robuste Bauart und verschiedene Werkstoffe ist es für einige Gase wie für Flüssigkeiten geeignet. Der Hersteller bietet ein breites Spektrum an Anwendungen wie das Kaskadenventil, mit dem sich mehrere unterschiedliche Teilmengen nacheinander an- und abschalten lassen, das Schnellschlussventil zur Sicherheitsabschaltung im Heißwasserkreislauf oder zur Turbinenabschaltung und Messblenden mit geringer Einbaulänge an. Die Ventile sind in Nennweiten von DN 25 bis 1000 erhältlich.

Serie erweitert Gea Tuchenhagen bietet die Tankbodenventile Varivent jetzt auch in den Nennweiten DN 25/1“ OD, DN 150 und 2“, 3“, 4“, 6“ IPS an. In der Nennweite DN 25/12 OD eignet es sich nicht nur als herkömmliche Tankabsperrung, sondern auch als Doppelsitzprobenahmeventil. Zudem erweitert der Hersteller die Regelventilserie um den Stellungsregler T.Vis P-20. Der Stellungsregler für die Varivent oder Ecovent-Ventile ist eine günstige und wirtschaftliche Alternative zu den bisher bekannten Regelventilen. Das Gerät lässt sich ohne Werkzeug bedienen und über Tasten vor Ort oder über einen Dateneingang programmieren. Es verfügt über eine Standard-Auf- und -Zu-Meldung. Das Ventilrückmeldesystem T.Vis M-1 erweitert die T.Vis Baureihe und ist mit bewährter Sensortechnik ausgestattet. Aufgebaut als flexibles Baukastensystem signalisiert das Gerät den Ventilstatus durch LED und bietet diverse Kommunikationsarten.

Ohne Feder Das sterile Rückschlagventil CSVC verhindert Rückflüsse und Rückschläge in verschiedensten Anwendungen in pharmazeutischen und biotechnologischen Anlagen. Es eignet sich für Flüssigkeiten und Gase. Das Ventil kommt ohne Feder und ohne Führung im Durchflussraum aus. Damit bietet sich keine Möglichkeit für Medienablagerung im Ventilinnenraum. Zudem ist die Oberfläche aller medienberührten Teile besser 0,8µm poliert. Da Hebmüller das Ventil ohne Elastomere konstruiert hat, ist es auch für Hochtemperaturanwendungen wie Reinstdampf geeignet. Das Ventil ist erhältlich in den Größen DN 15 bis 50 mit Anschweißenden nach DIN, ISO oder USOD.

PTFE-Diaphragma Die aseptischen Ventile von Millipore sind nun auch mit Diaphragmen aus PTFE erhältlich. PTFE ist besonders chemisch und thermisch stabil. Die Novel-Spring-Technik für bewegliche PTFE Ventile reduziert die Instandhaltungskosten und verlängert die Standzeiten. Der Hersteller bietet die Ventile in 0,5 bis 3“ an.

Kein Korrosionsangriff Die nahezu schraubenlosen Druckhalteventile DHV 715-SL/716-SL sind ohne korrosionsanfällige Befestigungsschrauben aufgebaut. Damit eignen sie sich für Anwendungen im chemischen Anlagenbau, in der Wasseraufbereitung und in der Galvanotechnik mit technisch reinen, neutralen und aggressiven Flüssigkeiten. In dem Kunststoffventil von ASV Stübbe ist der PP-Federdom mit einem Innengewinde direkt auf das Unterteil geschraubt. Der maximale Nenndruck liegt bei PN 10 und ist variabel einstellbar. Vom Medium gesteuert, regeln die Ventile den Druck selbstständig im System entsprechend der gewählten Voreinstellung und sichern so einen konstanten Arbeitsdruck. Als Überströmventil dienen sie zum Schutz der Dosierpumpe wie des gesamten Systems. Der Hersteller bietet Manometer für die Ventile an, die in vier Baugrößen von DN 10 bis 25 in PVC-U, PP und PVDF erhältlich sind.

Sicher getrennt Die Nottrennsicherung NTS entwickelte Arta als wirksamen Schutz für mediengefüllte Leitungen gegen äußere Zugeinwirkungen. Neben der Variante für chemische Produkte (organische Chemie) bietet der Hersteller Ausführungen für aggressive Flüssigkeiten und Gase (anorganische Chemie) und verflüssigte Gase an. Die NTS-Systeme sind TÜV-zugelassen. Die zerstörungsfreie Trennautomatik wird durch einen Seilzug ausgelöst, und zwei federbelastende Ventile verschließen selbstständig die Leitungsenden.

Keine Vermischung Die kombinierte Membranabdichtung des aseptischen Doppelventils Gembra ist gegenseitig an einem Sperr- und Leckageraum angeordnet. Sie verhindert Produktvermischungen und Kontamination der Medien von zwei Produktlinien. Das dom- und totraumfreie Gehäuse sowie das Membrandesign lenken das Produkt schonend. Das Ventil von Kieselmann lässt sich inline durch Anlüften der Ventilteller und extern über zwei Absperrventile reinigen und sterilisieren. Alle produktberührten Teile des Ventils sind aus k-flex mit FDA-Zulassung gefertigt und besser 0,8µm poliert. Der Werkstoff zeichnet sich durch hohe Lebensdauer und Chemikalien wie Temperaturresistenz bis 95°C aus. Eine Membranabstützung aus Metall sichert die Funktionalität bis 30bar. Das Ventil ist in den Baugrößen DN 40 bis 100 beziehbar.

Für kleine Durchsätze Regelventile von Badger Meter eignen sich für mittlere bis kleinste Durchflüsse in Leitungen mit einer Nennweite von 0,25 bis 2“ und Kv-Werten von 0,0000015 bis 46. Der Hersteller bietet die Ventile kunden- und funktionsspezifisch ausgelegt an. Die Ventile sind mit Flanschen, Schweißanschlüssen oder NPT-Anschlüssen erhältlich. Standardmäßig werden sie aus Edelstahl gefertigt, für korrosive Medien bietet der Hersteller andere Werkstoffe an.

Mit freiem Durchgang Schlauch-Quetschventile und -Membranventile bietet Franz Dürholdt in den Größen DN 15 bis 300 mit Flanschanschluss PN 10 und im unteren Nennweitenbereich auch mit Muffenanschluss an. Die Ventile werden aus verschiedenen Werkstoffen wie Grauguss, Leichtmetall-Legierung, Edelstahl und Kunststoff hergestellt. Die Abdichtelemente sind lieferbar in Naturgummi und anderen Kunstkautschuken, auch lebensmittelbeständig, für Temperaturen bis 120°C. Neben einer direkten Ansteuerung der stopfbuchslosen Ventile über Druckluft oder Druckwasser bietet der Hersteller handbetätigte, pneumatisch, elektromotorisch und schwimmergesteuerte Baureihen an. Die Schlauch-Quetschventile verfügen über einen vollkommen freien und zylindrischen Durchgang. Das Medium kommt nur mit dem auswechselbaren Schlaucheinsatz und den seitlichen Klemmflanschen, auch mit korrosionsbeständigen Auskleidungen ausrüstbar, in Berührung. Bei den Schlauch-Membranventilen ist ausschließlich der auswechselbare Schlaucheinsatz mit Dichtleiste am Flansch medienberührt. Die Betätigung erfolgt hier zwangsgeführt, das heißt der Schlaucheinsatz ist über einvulkanisierte Schraubteile mit der Ventilspindel und dem Gehäuse verbunden.

Heftausgabe: Januar-Februar 2008

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Gandert
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