Der unwirtlichste Teil Arabiens hat eine eigene Ästhetik

CT-Spotlight: Ganz schön wüst

01.03.2011 Arabia Felix – das glückliche Arabien, nannten die Römer die südliche Region der arabischen Halbinsel aufgrund ihrer Vegetation und des durch den Zimthandel gewonnenen Reichtums. Die Quelle des Wohlstands ist heute das Öl, doch die Vogelperspektive offenbart noch andere Sehenswürdigkeiten.

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März 2011

Eisenoxide und Ton sorgen für die Farben in diesem 37 x 28 km großen Ausschnitt der aus dem Weltall aufgenommenen saudischen Wüste Rub al-Chali. Bild: Nasa

Um diese Gegend machen selbst die saudischen Kamele einen großen Bogen: Die Wüste Rub al-Chali – zu deutsch „Das Leere Viertel“ – die das südliche Drittel der arabischen Halbinsel bedeckt.

Öl hat man hier bisher keines gefunden, denn die Rub al-Chali bleibt bislang eines der unzugänglichsten Gebiete der Erde und die größte zusammenhängende Sandwüste der Erde.

Doch vom Weltall aus hat die Rub al-Chali einen fast unwiderstehlichen Reiz. Das Bild zeigt in einem Ausschnitt von 28 mal 37 Kilometern ein Meer an Sanddünen. Die Aufnahme stammt vom Nasa-Satelliten Aster (Advanced Spaceborne Thermal Emission and Reflection Radiometer). Für das Foto wurde Licht in drei verschiedenen Wellenlängen – vom sichtbaren Bereich bis zum Infrarot – aufgezeichnet. Aufgrund von Eisenoxid-Bestandteilen erscheinen die Dünen in gelber Farbe. Ton- und Schluff-Gestein sorgen für starke Reflexionen im ersten Frequenzband und färben die Bereiche zwischen den Dünen blau. [AS]

Heftausgabe: März 2011

Über den Autor

Armin Scheuermann
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