EU-Kommision genehmigt Zusammenschluss

Dupont und Dow Chemical dürfen fusionieren

28.03.2017 Nun endlich grünes Licht seitens der EU: Die Chemiekonzerne Dupont und Dow Chemical dürfen fusionieren – allerdings nur unter Auflagen: Dupont muss einen Großteil seiner Pestizidsparte verkaufen. Das könnte die BASF interessieren.

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Nachdem die zuständige EU-Kommission nun die noch erforderliche Erlaubnis erteilt hat, können Dow und Dupont ihre Fusion weiter vorantreiben. (Bild: DragonImages – Fotolia)

Im Zuge der EU-Auflagen hat Dupont nun angekündigt, sich von seinem Getreidepestizid- und Fraßinsektizid-Portfolio zu trennen. Ebenso stößt das Unternehmen seine Pflanzenschutz-Forschung inklusive Produktentwickung und der Organisation ab. Dazu gehören auch weit fortgeschrittene Produktentwicklungen.

Bereits am 2. Februar 2017 vereinbarte Dupont, dass das Unternehmen SK Global Chemical das globale Geschäft für Copolymere und Ionomere aus Ethylen-Acryl-Säure übernimmt. Damit hat Dupont die Auflagen der EU-Kommission erfüllt, die den 130-Mrd.-US-Dollar-Deal genehmigt hat. Diese sollen verhindern, „dass der Wettbewerb auf dem Markt für erhältliche Pestizide durch die Fusion von Dow und Dupont beeinträchtigt wird und die Innovationstätigkeit zur Entwicklung besserer Produkte in der Zukunft abnimmt“, erläutert die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Dupont und Dow Chemical erhoffen sich von der Fusion Einsparungen durch Synergieeffekte in Höhe von 3 Mrd. US-Dollar. Außerdem sehen sie ein zusätzliches Wachstumspotenzial von 1 Mrd. Euro.

Da sich die BASF bisher an den Übernahmen in der Chemieindustrie nicht beteiligt hat, rechnen Branchenvertreter nun damit, dass der Konzern erwägt, einen Teil des Dupontgeschäfts zu übernehmen. Inbesondere der Pflanzenschutzbereich würde in das Portfolio von gut BASF passen.

(dl)

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