E.on nimmt „Power to Gas“-Pilotanlage in Betrieb

04.09.2013 Mit der Inbetriebnahme der ersten „Power to Gas“-Pilotanlage in der vergangenen Woche hat E.on mit der Einspeisung von Wasserstoff in das Erdgasnetz begonnen. Der Wasserstoff wird im industriellen Maßstab per Elektrolyse aus regenerativ erzeugtem Strom gewonnen und in das regionale Ferngasnetz eingespeist.

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E.on nimmt „Power to Gas

Mit der Inbetriebnahme der „Power-to-gas“-Anlage wird Wasserstoff erstmal im industriellen Maßstab in das Erdgasnetz eingespeist (Bild: E.on)

Die Leistung der Anlage, die im brandenburgischen Falkenhagen steht, beträgt zwei Megawatt – dies entspricht einer Produktion von 360 Kubikmeter Wasserstoff pro Stunde.

„Mit diesem Projekt zeigt E.on als eines der ersten Unternehmen, wie sich überschüssige Energie im Erdgasnetz speichern lässt, um so Erzeugung und Verbrauch auszugleichen“, sagte Dr. Ingo Luge, Vorsitzender der Geschäftsführung der E.on Deutschland. „Diese Art der Speicherung gilt als eine der Schlüsseltechnologien für die Energiewende. Damit wird die anderenfalls notwendige Abschaltung von Windkraftanlagen bei Netzengpässen vermieden und die Ausbeute der Erzeugung von Windstrom steigt.“

Bei Errichtung und Betrieb der Anlage arbeitet E.on mit Swissgas zusammen, das Unternehmen wird auch einen Teil der Wasserstoff-Produktion abnehmen. „Die Swissgas engagiert sich in diesem Projekt und zeigt damit den hohen Wert der Schweizer Gasinfrastruktur auf, die uns erlaubt, über Grenzen hinweg regenerative Energien zu speichern und zu transportieren“, unterstreicht Dr. Heinrich Schwendener, Mitglied der Geschäftsleitung von Swissgas.

 

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