500 neue Stellen geplant

Endress+Hauser zieht positive Bilanz

11.05.2018 Der Mess- und Automatisierungstechnik-Anbieter Endress+Hauser hat für das vergangene Jahr eine positive Bilanz gezogen. Der Umsatz stieg auf 2,2 Mrd. Euro. Allerdings blieb das Wachstum hinter dem Branchendurchschnitt zurück.

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Matthias Altendorf, CEO von Endress+Hauser

Matthias Altendorf, CEO von Endress+Hauser: „Wir erwarten, dass 2018 wieder ein gutes Jahr für Endress+Hauser werden wird.“ Bild: Endress+Hauser

Der Nettoumsatz von Endress+Hauser stieg 2017 um 4,8 Prozent auf 2,241 Milliarden Euro. Die Aufwertung des Euro gegenüber den meisten Währungen verzerrt jedoch das Bild. „In lokalen Währungen sind wir um 6,5 Prozent gewachsen, im Instrumentierungsgeschäft um 8,0 Prozent“, erläuterte CEO Matthias Altendorf im Rahmen der Bilanzmedienkonferenz der Firmengruppe. „Wir gehen davon aus, dass Endress+Hauser die Position im Markt ausgebaut hat.“

Nach Zahlen des Branchenverbands ZVEI ist der Umsatz im Fachbereich Messtechnik und Prozessautomatisierung im vergangenen Jahr um 8,8 % gestiegen, die Hersteller verzeichneten ein Auftragsplus um 12 %.

Aus Sicht von Endress+Hauser sind der starke private Konsum, ein sich stabilisierender Ölpreis sowie tiefe Zinsen die Gründe für höhere Investitionen in der verfahrenstechnischen Industrie. „Wir haben in praktisch allen Regionen und Branchen gute Geschäfte gemacht“, berichtete Matthias Altendorf. Innovative Technik gab dem Geschäft wichtige Impulse. Der Hersteller lancierte im vergangenen Jahr 57 neue Produkte und 571 Geräteoptionen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen auf 170,7 Millionen Euro. Dies entspricht 7,6 Prozent des Umsatzes.

Verbesserungen auf der Ergebnisseite

Aufsichtsrat von Endress+Hauser

Der Aufsichtsrat von Endress+Hauser freut sich über das Wachstum im Geschäftsjahr 2017. Bild: Endress+Hauser

Endress+Hauser verbesserte das Betriebsergebnis (Ebit) um 15,0 Prozent auf 251,7 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 24,9 Prozent auf 275,6 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern wuchs um 34,2 Prozent auf 209,1 Millionen Euro. Die Umsatzrendite kletterte um 2 Punkte auf 12,3 Prozent. Dagegen sank die Eigenkapitalquote wechselkursbedingt um 0,3 Zähler auf 70,2 Prozent. Weltweit investierte Endress+Hauser 138,7 Millionen Euro.

Gute Aussichten fürs laufende Jahr

Endress+Hauser ist mit stark gewachsenem Auftragsbestand ins laufende Jahr gestartet. Die Gruppe möchte den Umsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich steigern und rechnet ohne Sondereffekte mit gleichbleibender Profitabilität. Geplant sind Investitionen von 223 Millionen Euro und weltweit bis zu 500 neue Stellen. „Wir erwarten, dass 2018 wieder ein gutes Jahr für Endress+Hauser werden wird“, sagte Matthias Altendorf.

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