November 2014
| von Reiner Busse, staatl. Gepr. Techniker, Produktmanager Industrial Cabinet Connectivity, Phoenix Contact
  • Auf den ersten Blick sind Reihenklemmen einfache Komponenten im Schaltschrank. Beim näheren Hinsehen wird allerdings deutlich, dass jahrzehntelange Erfahrungen und viel Anwendungswissen in ihre Entwicklung eingeflossen sind.
  • Der Anwender profitiert durch zahlreiche Vorteile wie Kennzeichnung und Push-in-Anschlüssen bei der Verdrahtung, Wartung, Logistik sowie der Qualitätssicherung.
  • Einheitliches Zubehör reduziert die Lagerhaltung und die damit verbundenen Kosten.

Übersichtliche Kennzeichnung
Eine moderne Anschlusstechnik wie Push-in verringert die Gesamtkosten – auch wenn die Anschaffungskosten etwas höher liegen als etwa bei der Schraubanschluss-Technik. Einspar-Potenzial ermöglicht auch ein weiterer Kostentreiber bei der Verdrahtung innerhalb oder außerhalb des Schaltschrankes: die Fehlersuche. Die Reihenklemmen unterstützen den Anwender nicht nur beim Lokalisieren von Fehlern, sie helfen auch dabei, dass Verdrahtungsfehler erst gar nicht entstehen: Wer Fehler vermeiden will, muss die Übersicht behalten. Eine eindeutige Kennzeichnung der Reihenklemmen ist dabei entscheidend. Die Motorenklemmen des Unternehmens ermöglichen eine Beschriftungsmöglichkeit für jede Klemmstelle und darüber hinaus eine übergeordnete Beschriftungsnut in der Mitte der Reihenklemmen. Die Beschriftungsnut lässt sich mehrzeilig bedrucken und kann somit eine Gruppenzugehörigkeit kennzeichnen. Diese Übersichtlichkeit hilft beim Verdrahten genauso wie beim Warten oder bei der Fehlersuche.

Vielfältige Prüfmöglichkeiten
Vor der Auslieferung überprüft der Hersteller die Verdrahtung eines Schaltschranks systematisch. Dazu gibt es im Zubehör-Sortiment Prüfstecksysteme für den Multifunktionsschacht. Die Prüfstecker lassen sich aneinander reihen, genauso wie die Reihenklemmen beschriften und frei konfigurieren. Immer wiederkehrende Prüfsequenzen kann das Personal so systematisch abarbeiten. Passiert dennoch ein Verdrahtungsfehler, beginnt die leidvolle und zumeist aufwändige Fehlersuche. Dabei benötigt der Anwender zahlreiche Prüfmöglichkeiten. In den Motorenklemmen befindet sich zu diesem Zweck für jedes Potenzial ein zusätzliches Prüfloch. Es ist für 2,3 mm-Prüfspitzen ausgelegt und eignet sich damit auch für einen Standard-Duspol. Alternativ gibt es einen konfigurierbaren Prüfstecker mit Beschriftungsmöglichkeit. Die Motorenklemmen enthalten auf drei Etagen bereits zahlreiche Anschlusspunkte und Kombinationsmöglichkeiten. Durch den Brückenschacht können die Motorenklemmen – wie bereits beschrieben – als Einspeiseklemmen für benachbarte Reihenklemmen zum Einsatz kommen. Darüber hinaus ermöglicht es eine vertikale Potenzialbrücke, die drei Etagen der Reihenklemme miteinander zu verbinden. Der Nutzen für den Anwender liegt darin, dass er eine einzelne Motorenklemme als Potentialverteilerklemme mit einem Eingang und fünf Ausgängen verwenden kann. Außerdem kann die Motorenklemme als Rangierverteilerklemme zum Einsatz kommen. Potentiale oder Signalleitungen werden dann aufgelegt und auf benachbarte Klemmen rangiert.

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