Kostenbewusster Einsatz

Energieeffiziente Drehkolbenpumpe für die chemische Industrie

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21.05.2012 Auch bei Pumpen spielt das Thema Energieeffizienz eine große Rolle – sei es im Hinblick auf die jeweiligen Anforderungen, Wartung und Instandhaltung oder das Material. Die Drehkolbenpumpenserie IQ steht für einfache Reinigung und schnellen Austausch von Verschleißteilen – auch das gehört zur Effizienz.

Entscheider-Facts Für Anwender

  • Die Pumpen der IQ-Serie werden in der chemischen Industrie sowie der Öl-, Schifffahrts- und Lebensmittelindustrie eingesetzt.
  • Da die Drehkolben berührungsfrei laufen, ist die Drehkolbenpumpe trockenlaufunempfindlich und in einem weiten Drehzahlbereich einsetzbar.
  • So kann sie sich sehr gut an verschiedene Viskositäten, Förderhöhen und Fördermengen, Leitungslängen und an schwankende Druckverhältnisse anpassen.
  • Zudem ist die Pumpe in der Lage, Medien anzusaugen und in umkehrbarer Richtung zu fördern. Bei pulsationsfreier Kolbengeometrie (Hiflo-Technologie) ergibt sich ein ruhiger, schwingungsarmer Lauf, der sowohl den Antrieb als auch die gesamte Anlage schont.

Energieintelligenz bei Pumpen ist eines der Trendthemen auf der diesjährigen Achema in Frankfurt am Main. Ist eine Pumpe optimal auf die jeweiligen Anforderungen des Anwenderunternehmens ausgelegt, verspricht dies die beste Energienutzung und damit deutliche Kosteneinsparungen. Diese Kosteneinsparungen lassen sich auch durch kontinuierliche Wartungsarbeiten erzielen. Laut Forschungsstelle Energieeffizienz der Forschungsvereinigung Dechema können Pumpen bis zu 15 % ihres Wirkungsgrades einbüßen, wenn sie nur unzureichend gewartet werden.

IQ-Serie für anspruchsvolle Medien

Mit der IQ-Serie wurde in diesem Jahr eine neue Drehkolbenpumpe auf den Markt gebracht, die speziell für den Einsatz in industriellen Anwendungen und Kläranlagen entwickelt wurde. Auch lassen sich die Drehkolbenpumpen dieser Serie an Tankfahrzeugen montieren. Das ist insbesondere für die Unternehmen der Chemiebranche interessant, die mit viskosen Medien wie Erdöl arbeiten, um etwa Basischemikalien für Konsumgüter oder für Kunst- und Klebstoffe sowie Lacke und Düngemittel zu gewinnen.

Schneller Austausch sämtlicher Verschleißteile

Das Gehäuse der Pumpen der IQ-Serie besteht aus einem zentralen Bauteil. Mit wenigen Handgriffen ist die Pumpkammer demontiert, Förderelemente sind für Service- und Wartungsarbeiten problemlos zu erreichen. So können Störstoffe entfernt, Blockaden und Verstopfungen behoben und die Drehkolben bzw. deren Flügel anschließend auf Schäden untersucht werden, ohne dass Gehäuseteile die Sicht beeinträchtigen. Die anwenderfreundliche Bauart der Pumpe sorgt auch für eine einfache und problemlose Reinigung.

Bei herkömmlichen Pumpen besteht häufig das Problem, dass Pumpmedien in Toträumen stehen bleiben und diese schwer von Resten befreit werden können. Im Gegensatz dazu besitzen die Drehkolbenpumpen der IQ-Serie kaum Toträume. Die Pumpkammer ist schnell und einfach zugänglich und lässt sich nach Demontage von innen und außen reinigen. Hilfreich ist dies auch bei Applikationen, in denen die Pumpen regelmäßig von innen gereinigt werden müssen. Zeit- und Kostenvorteil: Beim Reinigen und Auswechseln sämtlicher Verschleißteile, darunter Drehkolben, Schutzplatten, Pumpkammer und Dichtung, muss keine Schraube der Verbindung zur Rohrleitung gelöst werden. Die Pumpe bleibt komplett festverschraubt in der Rohrleitung. Im Vergleich zu den marktgängigen Drehkolbenpumpen wird daher weniger als die Hälfte der Zeit für einen Teileaustausch benötigt.  

Lange Standzeit, geringe Betriebskosten

Durch das integrierte Injection System lassen sich Fremdkörper intelligent lenken: Die Störstoffe werden so in und durch die Pumpe geleitet, dass sie keine gravierenden Schäden verursachen. Das erhöht die Standzeit der Pumpe deutlich – in Feldversuchen um bis zu 150 %. Auch steigert das Injection System die interne Abdichtung und sorgt so für ein sehr hohes Ansaugvermögen der Pumpe. Damit eignet sich die IQ-Serie zum Ansaugen aus tiefen Gruben oder gar zum Leersaugen im „Schlürfbetrieb“. Das in der Pumpe verbliebene Medium kann schnell und einfach abgelassen werden. Einen hohen Wirkungsgrad erzielt die Pumpe außerdem durch den reduzierten internen Rückfluss, denn durch das Injection System sind mehr Dichtungslinien im Einsatz.

Hohe Trockenlaufsicherheit

Eine eingebaute Flüssigkeitsvorlage verhindert, dass die Pumpen der IQ-Serie trockenlaufen und die Drehkolben somit nicht „verbrennen“ können. Damit sind die Drehkolbenpumpen der neuen Serie auch für den Fall geeignet, dass Luft aus Rohrleitungen evakuiert werden muss oder ein Gemisch mit hohem Luftanteil zu fördern ist. Sofern erforderlich, kann die Pumpkammer aufgrund der tief angeordneten Ablassschraube entleert werden. Anwender haben die Möglichkeit, die IQ-Serie vom Hersteller mit einem größeren Kolben und Gehäuse ausstatten zu lassen und damit die Förderleistung um 40% zu steigern. Auf dem Markt erhältlich sind derzeit die zwei Typen IQ112-81 und IQ112-114 mit einer Nennfördermenge von 55 bis 77 m3/h bei Drücken bis maximal 8 bar.

Die neue Pumptechnik erfordert nur eine geringe Anfangsinvestition. Denn die variablen Serienanschlussteile werden den meisten gängigen Einbausituationen gerecht. Aufwand und Kosten für Ein- oder Umbau reduzieren sich dadurch deutlich. Neben der gestiegenen Robustheit der Pumpe gegenüber Fremdkörpern und der erhöhten Standzeit sind die schnelle Reinigung und der einfache Austausch von Verschleißteilen die zentralen Faktoren für niedrige laufende Betriebskosten. Damit ermöglicht die IQ-Serie das effiziente Fördern von anspruchsvollen Medien und trägt zu einem kostenbewussten Einsatz der Drehkolbenpumpe bei.

Achema 2012 Halle 8 – F64

Heftausgabe: Juni 2012
Holger Eggert, Marketingleiter, Hugo Vogelsang Maschinenbau

Über den Autor

Holger Eggert, Marketingleiter, Hugo Vogelsang Maschinenbau

Holger Eggert, Marketingleiter, Hugo Vogelsang Maschinenbau

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