Markt

EPS erwartet Pipeline-Anschluss der Miro

11.01.2008

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Die Mineralölraffinerie Oberrhein (Miro) erwägt einen Anschluss an die Rohrleitung der Ethylen-Pipeline Süd (EPS), die auf ihrer 360 km langen Trasse von Münchsmünster nach Ludwigshafen unweit des Miro-Standorts in Karlsruhe verläuft. Derzeit wird parallel zur projektierten EPS bereits eine Propylen-Pipeline verlegt, die Deutschlands größte Raffinerie mit dem Chemiestandort Ludwigshafen der BASF verbinden wird. Diese Trasse will die Miro nutzen, um sich auch einen Zugang zur EPS und damit die logistische Voraussetzung für eine mögliche zukünftige Produktion von Ethylen zu schaffen.

Damit reagiert die Raffinerie auf eine Marktentwicklung, die sich schon länger abzeichnet und nach Expertenmeinung die gesamte Mineralölbranche erfassen wird. Seit zehn Jahren geht der Verbrauch von Benzin und leichtem Heizöl deutlich zurück. Ursachen dafür sind u.a. verbrauchsärmere Motoren, bessere Wärmedämmung der Häuser sowie der Wechsel zu Gas oder erneuerbaren Energien. Als Teil des erforderlichen Anpassungsprozesses will die Miro ihre Propylen-Herstellung ausbauen und zugleich die Voraussetzung für eine eventuelle spätere Produktion von Ethylen schaffen.

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