Europäischer Forschungsrat unterstützt Katalyse-Forschung

17.07.2012 Der Chemiker Prof. Dr. Lutz Ackermann von der Universität Göttingen erhält einen Starting Independent Researcher Grant des European Research Council (ERC) in Höhe von 1,5 Mio. Euro. Ackermann will damit im Rahmen des Projektes ‚Catchfun‘ neue Katalysekonzepte für eine umweltschonende Synthesechemie entwickeln.

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Europäischer Forschungsrat unterstützt Katalyse-Forschung

Mit einer Fördersumme von 1,5 Mio. Euro vom ERCl kann der Chemiker Prof. Dr. Lutz Ackermann von der Universität Göttingen in den nächsten 5 Jahren neue Katalysekonzepte für eine umweltschonende Synthesechemie erforschen (Bild: Universität Göttingen)

Mit dem Researcher Grant des ERC unterstützt die Europäische Union seit 2007 herausragende junge Wissenschaftler, die in Fragestellungen der Grundlagenforschung kreative neue Ansätze suchen. So unterstützt der ERC fünf Jahre lang mit insgesamt 1,5 Mio. Euro die Forschung von Ackermann am Institut für Organische und Biomolekulare Chemie. Dort beschäftigt er sich mit den Themenkomplexen der organischen Synthese sowie der Katalysechemie. Katalysatoren sind wichtige Hilfsmittel, um Wirkstoffe ressourcenschonend herstellen zu können.

Internationale Beachtung fanden vor allem Ackermanns Arbeiten zur katalytischen Aktivierung von Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindungen, die üblicherweise äußerst reaktionsträge sind. Dadurch wurden grundlegend neue und umweltschonende Herstellungswege für wichtige Wirkstoffklassen möglich. Auf diesem Gebiet hofft er, mit der Förderung bisher nicht nutzbare chemische Verbindungen für eine Nutzung erschließen zu können.

Ackermann, Jahrgang 1972, studierte Chemie an der Universität Kiel. Anschließend war er am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim und der Universität Dortmund tätig, wo er 2001 promovierte. Als Postdoktorand arbeitete er an der amerikanischen University of California in Berkeley. Von 2003 bis 2007 leitete er eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Gastprofessuren führten ihn nach Italien, in die USA und nach Japan. 2007 folgte er einem Ruf an die Universität Göttingen, wo er seit April 2011 auch Dekan der Fakultät für Chemie ist.

(dw)

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