Abkühlung im Welthandel

Evonik bestätigt Ziele trotz Konjunkturschwäche

01.08.2019 Trotz schwächelnder Wirtschaft bestätigt Evonik nach dem zweiten Quartal seine Jahresprognose. Zwar liegen Umsatz und Ergebnis unter den Werten des letzten Jahres, das Gesamtjahr soll jedoch mindestens auf Vorjahresniveau enden.

Evonik hat trotz Konjunkturflaute seine Jahresziele bestätigt.

Evonik hat trotz Konjunkturflaute seine Jahresziele bestätigt. „Wir bleiben auf Kurs“, sagt der Vorstandsvorsitzende Christian Kullmann. (Bild: Evonik)

Im zweiten Quartal dieses Jahres fielen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal um drei Prozent auf 3,31 Mrd. Euro. Infolge des wirtschaftlich schwachen Umfelds gingen die Verkaufsmengen zurück, die Absatzpreise konnte Evonik aber weitgehend stabil halten. Das bereinigte Ebitda sank um acht Prozent auf 566 Mio. Euro. Im Vergleich zum ersten Quartal 2019 haben alle drei Chemie-Segmente des Konzerns ihre Ergebnisse allerdings verbessert. Auch für das zweite Halbjahr erwartet Evonik eine weiterhin solide Entwicklung.

„Wir bleiben auf Kurs“

„Wir bleiben auf Kurs und bestätigen unseren Ausblick“, sagt Christian Kullmann, Vorstandsvorsitzender von Evonik. „Die Abkühlung im Welthandel und die zunehmende Schwäche in wichtigen Industrien machen es uns nicht leichter. Dennoch bleiben wir auf Jahressicht zuversichtlich.“ Im ersten Halbjahr erreichte der Konerz einen Free Cashflow von 95 Mio. Euro, das ist mehr als doppelt so viel wie in der ersten Jahreshälfte 2018 (46 Mio. Euro). Evonik sieht sich damit auf einem guten Weg, seinen Free Cashflow auch im Gesamtjahr deutlich zu steigern. „Auch strategisch sind wir bei der Ausrichtung unseres Portfolios auf die Spezialchemie ein gutes Stück voran gekommen“, sagt Kullmann. „Wir investieren in Bereiche mit stabilen und attraktiven Wachstumsperspektiven und trennen uns von zyklischen Geschäften, wenn die Rahmenbedingungen dafür stimmen. Damit wird Evonik weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen.“

Neben dem Verkauf des Methacrylat-Geschäfts an Advent International erreichte der Konzern im Juli einen weiteren Meilenstein auf diesem Weg: Am 10. Juli startete Veramaris, ein Joint Venture von Evonik und dem niederländischen Unternehmen DSM, in den USA offiziell seine Produktion von Omega-3-Fettsäuren, die für eine gesunde Lachszucht benötigt werden. Ein spürbarer Ergebnisbeitrag aus diesem Projekt, das zu einer dauerhaft nachhaltigen Tierernährung und dem Schutz der Artenvielfalt in den Weltmeeren beiträgt, wird ab dem kommenden Jahr erwartet.

Detaillierte Zahlen zu den einzelnen Segmenten finden Sie in der Mitteilung des Konzerns. (ak)

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