Evonik betreibt Pilotanlage für biobasiertes Polyamid-Monomer

31.07.2013 Evonik Industries, Essen, hat Anfang 2013 in Slovenska Lupca in der Slowakei eine Pilotanlage zur Herstellung von omega-Amino-Laurinsäure (ALS) in Betrieb genommen; diese Säure ist eine Alternative zum erdöl-basierten Laurinlactam (LL). ALS ersetzt das Monomer LL bei der Polymerisation und führt zu einem identischen Polyamid 12 (PA 12).

Evonik betreibt Pilotanlage für biobasiertes Polyamid-Monomer

Das Monmer omega-Amino-Laurinsäure (ALS) wird aus Palmkernöl hergestellt und ist eine Alternative zum erdöl-basierten Laurinlactam als Vorstufe zu Polyamid 12 (Bild:sewi32-Fotolia)

„Die neue, alternative Rohstoffbasis soll uns längerfristig unabhängiger machen von den begrenzten fossilen Ressourcen und unserer rückintegrierten Produktion ein zweites Standbein geben“, so Gregor Hetzke, Leiter des Geschäftsbereichs Performance Polymers bei Evonik. Die Pilot-Anlage ist das Resultat intensiver Forschungsarbeit und soll die Prozessentwicklung für den großindustriellen Maßstab vorantreiben.

Bei diesem weltweit einzigartigen Verfahren, dessen Entwicklung vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wurde (Förderkennzeichen 0315205), handelt es sich um einen biotechnischen Herstellungsprozess mit Palmkernöl als Ausgangsstoff. Dieser nachwachsende Rohstoff wird von Evonik bereits für verschiedene andere chemische Produkte als Basis eingesetzt wird. Langzeitig gesehen kann das neue Polyamid-Monomer beziehungsweise Polymerisationsverfahren die klassische, Butadien-basierte Produktion von PA12 ergänzen. Derzeit plant das Chemieunternehmen eine zweite, konventionelle (das heißt erdöl-basierte) Polyamid-12-Anlage in Singapur.

Evonik produziert seit mehr als 40 Jahren eine ganze Reihe von Polyamid-12-Produkten mit maßgeschneiderten Eigenschaften. Dabei steht der Markenname Vestamid für den Konstruktionswerkstoff Polyamid 12 und vestosint für das Beschichtungspulver.

(dw)

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