Wachsende Nachfrage

Evonik erweitert Kapazität für pyrogene Kieselsäure

27.06.2019 Evonik hat in Antwerpen fristgerecht einen Anlagenkomplex zur Produktion von pyrogener Kieselsäure in Betrieb genommen. Damit kann das Spezialchemieunternehmen die hohe Nachfrage nach pyrogenen Kieselsäuren (Silica) bedienen.

Evonik Anlage in Antwerpen

Am Standort Antwerpen hat Evonik eine Anlage für pyrogene Kieselsäuren in Betrieb genommen. (Bild: Evonik)

In den neuen Anlagenkomplex hat Evonik einen hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag investiert. „Wir verfolgen für unser Silica-Geschäft eine klare Wachstumsstrategie. Mit den zusätzlichen Kapazitäten sichern wir die dauerhafte Versorgung unserer Kunden“, sagte Harald Schwager, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes von Evonik. Silica gehört zu den Smart Materials und damit zu einem der vier strategischen Wachstumskerne von Evonik mit überdurchschnittlichem Marktwachstum. Typische Anwendungen sind Farben und Lacke, moderne Klebstoffsysteme, transparente Silikone sowie nicht brennbare Hochleistungsisolationsmaterialien.

Marktwachstum über Durchschnitt

Der Chemiekonzern rechnet damit, dass der globale Markt für pyrogene Kieselsäuren mit mehr als 4 % pro Jahr und damit stärker als die Weltwirtschaft wächst. Neben dem wachsenden Markt für pyrogene hydrophile Kieselsäure steigt auch die Nachfrage nach speziellen hydrophoben Kieselsäuren. Entsprechend wurde die bestehende Anlage in Antwerpen so erweitert, dass pyrogene hydrophile Kieselsäure durch eine spezielle Nachbehandlung hydrophobe Eigenschaften annimmt. Evonik produziert somit jetzt an einem zweiten Standort in Europa, neben Rheinfelden, hydrophobes Silica der Marke Aerosil und bedient auch damit eine weitere hohe Nachfrage. „Besonders wichtig war uns bei diesem Projekt auch die eigene Rohstoffversorgung vor Ort und die zentrale Lage in Europa“, erklärte Andreas Fischer, Mitglied der Geschäftsführung der Evonik Resource Efficiency GmbH. „Die Nähe zum internationalen Exporthafen in Antwerpen ist für die weltweite Versorgung unserer Kunden ein bedeutsamer Faktor.“

Mit der zeitgleichen Modernisierung der Silan-Produktionsanlagen als Teil der Investitionen stellt Evonik die Rohstoffversorgung für die Produktion sowie für Reifensilane sicher. Die pyrogenen Kieselsäuren werden durch Hochtemperaturhydrolyse von Silanen in der Wasserstoffflamme erzeugt. Der Konzern ist einer der führenden Hersteller von Kieselsäuren und verfügt über eine weltweite Kapazität von rund 1.000.000 t/a. (ak)

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