Investition über 400 Mio. Euro

Evonik feiert Spatenstich für Polyamid-12-Komplex in Marl

19.09.2019 Die Bauarbeiten für die bisher größte Investition des Spezialchemieunternehmens Evonik in Deutschland haben offiziell begonnen. An seinem weltweit größten Standort baut der Konzern seine Gesamtkapazität für Polyamid 12 (PA 12) um mehr als 50 Prozent aus.

Evonik-Spatenstich-PA-12-Chemiepark-Marl

Spatenstich in Marl, erste Reihe, von links: Marcus von Twistern, Leiter des Investprojekts für neuen Polyamid 12-Komplex von Evonik
Dr. Ralf Düssel, Leiter des Geschäftsgebiets High Performance Polymers von Evonik
Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Evonik Industries AG
Werner Arndt, Bürgermeister der Stadt Marl
Christian Kullmann, Vorsitzender des Vorstandes der Evonik Industries AG
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
Dr. Harald Schwager, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Evonik Industries AG
Dr. Claus Rettig, Geschäftsführer der Evonik Resource Efficiency GmbH
Dorothee Feller, Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Münster
Dr. Jörg Harren, Standortleiter des Chemieparks Marl der Evonik Technology & Infrastructure GmbH

Neben der vor Ort bereits bestehenden PA-12-Produktion entstehen zusätzliche Anlagen für das Polymer und seine Vorstufen. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2021 geplant. Christian Kullmann, Vorstandsvorsitzender von Evonik Industries, hebt die Bedeutung der neuen Anlagen für Evonik hervor: „Wir bauen hier die größte Einzelinvestition unseres Unternehmens in Deutschland, denn wir wollen mit innovativen Spezialchemie-Produkten weiter wachsen. Mit unserem Hochleistungspolymer PA 12 bedienen wir weltweit strategische Wachstumsmärkte wie den 3D-Druck. Aber auch im Automobilbau leisten wir mit diesem leichten und langlebigen Kunststoff einen wichtigen Beitrag zur Schonung der Ressourcen.“

Chemiestandort Nummer eins

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, betonte die besondere Bedeutung einer solchen Großinvestition von mehr als 400 Mio. Euro in Deutschland, speziell im nördlichen Ruhrgebiet: „Dass ein in der Spezialchemie führendes Unternehmen wie Evonik hier im nördlichen Ruhrgebiet in eine hochmoderne Produktionsanlage investiert, zeigt: Nordrhein-Westfalen ist Chemiestandort Nummer eins in Deutschland und hält auch im globalen Wettbewerb mit.“ Der Ministerpräsident weiter: „Singapur und andere Länder haben massiv mit Steuervorteilen für diese Anlage geworben. Am Ende ist die Entscheidung für Marl gefallen, weil wir hier mit den vernetzten Kompetenzen von Chemie- und Energieunternehmen überzeugen. Das Hightech-Produkt Kunststoff gehört zu den Rohstoffen der Zukunft.“

Seit mehr als 50 Jahren entwickelt Evonik maßgeschneiderte Hochleistungspolymere für anspruchsvolle Anwendungen. Der Konzern ist weltweit führend in der Herstellung von PA 12, das als Granulat unter der Marke Vestamid in hoch attraktiven Märkten wie der Automobilindustrie, Öl- und Gasförderung oder im Medizin- oder Sportbereich stark nachgefragt wird. Das PA-12-Pulver dient etwa für die Beschichtung von Metallen bei Konsumgütern, Geschirrspülkörben, Teilen in der Automobilindustrie oder Medizintechnik. Zudem entwickelt der Konzern bereits seit Jahren spezielle Kunststoffpulver, die eine industrielle Fertigung von Hightech-Bauteilen im 3D-Druck ermöglichen. (ak)

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