3D-Druck-Technologie

Evonik investiert in israelisches Software-Start-up

28.10.2019 Der Spezialchemie-Konzern Evonik investiert in das israelische Start-up Castor Technologies. Dessen neuartige Software könnte vor allem Maschinenbauern beim Einstieg in den 3D-Druck helfen.

Die Technologie des Start-ups prüft die Druckbarkeit eines Bauteils, das ideale Druckmaterial und ermittelt Produktionskosten sowie Vorlaufzeiten. Das hilft Herstellern bei der Entscheidung, ob und wie sie 3D-Druck auf ihre Produktionsprozesse anwenden können. Die Software ist eine Ergänzung zu CAD-Lösungen. Anwender können mithilfe ihrer vorhandenen CAD-Datei große Baugruppen oder mehrere Einzelteile gleichzeitig analysieren lassen. So lässt sich ermitteln, ab wann Additive Manufacturing gegenüber traditionellen Herstellungmethoden wirtschaftlich ist und, ob der 3D-Druck für den jeweiligen Anwender eine geeignete Fertigungsmethode ist.

Video: Die Technologie kurz erklärt

Einer der Gründer des Start-ups erläutert die Technologie und mögliche Vorteile für Hersteller. (englisch)

Das Start-up wurde 2017 von Omer Blaier, Elad Schiller und David Calderon gegründet. (Bild: Cator Technologies)

Das Start-up wurde 2017 von Omer Blaier, Elad Schiller und David Calderon gegründet. (Bild: Castor Technologies)

Nicht die erste 3D-Druck-Investition

In die Partnerschaft mit Castor will Evonik seine Expertise im Bereich Druckmaterialien einbringen und das Start-up dabei unterstützen, die Software als Plattform für eine Vielzahl von Branchen zugänglich zu machen. Zu den Investoren der aktuellen Finanzierungsrunde zählen neben dem Spezialchemie-Konzern auch die Investmentgesellschaft Chartered sowie der Venture-Arm der Universität Tel Aviv, Israel. Bereits im September hatte Evonik in ein chinesisches Start-up für den 3D-Druck medizinischer Implantate investiert. (jg)

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