Selektive Abtrennung von Sauergasen

Evonik stellt Membran zur Erdgasaufbereitung vor

21.06.2018 Evonik hat im Rahmen der Achema ein neues Membranprodukt zur Aufarbeitung von Erdgas vorgestellt, die besonders bei sauren Gasmischungen die Effizienz deutlich steigern kann.

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Die Membran Sepuran NG soll effiziente Erdgasaufbereitung auch bei komplexen Gaszusammensetzungen ermöglichen. (Bild: Evonik)

Die Membran Sepuran NG soll effiziente Erdgasaufbereitung auch bei komplexen Gaszusammensetzungen ermöglichen. (Bild: Evonik)

Bei der Neuentwicklung handelt es sich um eine besonders robuste Hohlfasermembran, die auf einem sehr druck- und temperaturbeständigen Hochleistungskunststoff basiert. Dieser ermöglicht eine besonders selektive Abtrennung der Sauergase aus dem Erdgas, eine hohe Toleranz gegenüber den im Erdgas enthaltenen höheren Kohlenwasserstoffen und eine nahezu konstante Leistung der Membran über die Lebenszeit hinweg. In der Summe bewirkt diese Separationstechnologie laut Evonik eine deutlich erhöhte Methanausbeute, die die Wirtschaftlichkeit von Erdgasaufbereitungsanlagen entsprechend steigern kann.

Einsatz bei hoher CO2-Konzentration

Die modulare Bauweise von Sepuran NG ist auf konventionelle membranbasierte Erdgasaufbereitungsanlagen ausgerichtet, sodass beim bevorstehenden Membranaustausch keine weiteren Anpassungen des vorhandenen Equipments notwendig sind. Hierfür arbeitet der Chemiekonzern mit etablierten Gasseparationsunternehmen zusammen, die die Anlagenbetreiber bei der Prozessimplementierung unterstützen. Die Membran ist auf die anspruchsvollen Prozessbedingungen einer Erdgasaufbereitung mit komplexen Gaszusammensetzungen und typischen Druck- und Temperaturbedingungen bis zu 70 °C ausgelegt. Sie soll besonders vorteilhaft in Erdgasquellen mit hoher Konzentration von Kohlendioxid eingesetzt werden, da auch unter solchen Bedingungen die Trnneigenschaften der Membran erhalten bleiben.

Die Sepuran-Produktfamilie von Evonik umfasst Membranen zur Biogasaufbereitung, Stickstoffgewinnung sowie zur Helium- und Wasserstoffaufbereitung. Sie werden am Standort in Schörfling (Österreich) produziert. Das Ausgangsmaterial – der Hochleistungskunststoff – wird im benachbarten Evonik Standort in Lenzing hergestellt. (ak)

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