Brandschutz mit jeder Faser

Funken-Löschanlage bei der Verarbeitung schnell brennbarer Produkte

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16.09.2019 Explosionen und Brände kommen dort häufig vor, wo entzündliche Produkte – wie schnell brennbare Fasern – verarbeitet werden. Das gilt für auch für die Produktion von Hygieneprodukten. Das holsteinische Unternehmen Pelz setzt in gefährdeten Bereichen daher auf eine automatische Funkenlöschanlage.

Entscheider-Facts

  • Überall dort, wo hochentzündliche Produkte hergestellt oder verarbeitet werden, kann es schnell zur Entwicklung von Bränden oder Explosionen kommen. Auslöser dafür können etwa Fremdkörper oder Anlagenteile sein.
  • Solche Ereignisse gefährden nicht nur Mitarbeiter und Anlagen, sondern können auch zu kostenspieligen Produktionsausfällen führen.
  • Das holsteinische Unternehmen Pelz, das unter anderem Fasern für verschiedene Hygienprodukte verarbeitet, setzt daher auf eine Brandschutzlösung, die entstehende Funken innerhalb von Sekundenbruchteilen erkennen und löschen kann.

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Funken-Löschanlagen überwachen die gefährdeten Bereiche auf Zündquellen.

Am Standort im holsteinischen Wahlstedt sind 700 Mitarbeiter mit der Herstellung von Markenartikeln wie den Wattestäbchen Q-Tips oder den Kosmetikpads der Marke Jean Carol beschäftigt. Die Gefahr der komplexen Herstellung dieser Produkte liegt in der Verarbeitung der fein aufgearbeiteten Fasern, die schnell brennbar sind. Befinden sich im Material Fremdkörper, besteht durch Reibung an zahlreichen Stellen die Gefahr, dass Funken entstehen. Neben Fremdkörpern geht eine weitere Brandgefahr von beweglichen Anlagenteilen aus. Besonders die Ventilatoren der Absauganlagen können durch Abnutzung und Reibung Funken- und Glimmnester entstehen lassen.

Produktionsausfall vermeiden

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Um die ständige Verfügbarkeit sicherzustellen, wartet ein Techniker des Herstellers die Anlage halbjährlich.

Der Vertrieb der in Wahlstedt hergestellten Produkte ist von strikten Lieferverträgen gekennzeichnet: „Einen Produktionsausfall können wir uns zu keiner Zeit erlauben“, beschreibt Matthias Kelch, Leiter Facility Management, die Situation. Um also eine größtmögliche Verfügbarkeit sicherzustellen, hat das Unternehmen mehrere Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören zeitlich klar terminierte Reinigungsintervalle und regelmäßige Wartungen der Produktionsanlagen. Daneben werden alle durch Brände gefährdeten Bereiche des Produktionsbetriebes mit einer Funken-Löschanlage von Grecon überwacht. Diese erkennt potenzielle Gefahren und steuert innerhalb von nur 300 ms die Löschautomatik an. Zündquellen werden so abgelöscht, bevor es zu einem Brand kommt. „Wir löschen beim ersten Funken – in Sachen Sicherheit gibt es keine Kompromisse“, fasst Matthias Kelch die Aufgabe der Funken-Löschanlage zusammen. Die Alarme der Anlage laufen auf der Brandmelde-Zentrale auf. Diese befindet sich im ständig besetzten Leitstand. Mittlerweile sind am Standort in Wahlstedt 60 Funkenmelder installiert, die alle gefährdeten Bereiche der Produktion überwachen.

Schlüsselfertige Brandschutzlösung

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Die Anlage erkennt potenzielle Gefahren und steuert innerhalb von 300 ms die Löschautomatik an. Bilder: Fagus-Grecon

Die Montage und die Installation der Funken-Löschanlage hat der Hersteller zentral durchgeführt. Der Kundendienst übernahm alle anfallenden Arbeiten. Neben der Installation der Funken-Löschanlage beinhaltete die Komplettmontage auch alle begleitenden Arbeiten der Baustelle, wie Elektroverkabelung oder Wasserinstallation. „Die eigenständige und lösungsorientierte Herangehensweise kam uns bei der Inbetriebnahme sehr entgegen“, erinnert sich Mathias Kelch.

Um die ständige Verfügbarkeit der Funkenlöschanlage sicherzustellen, wird die Anlage halbjährlich gewartet. Dabei werden sämtliche sicherheitsrelevanten Anlagenteile überprüft, gereinigt und gegebenenfalls ausgetauscht. Diese vorbeugenden Maßnahmen und die damit einhergehende ständige Verfügbarkeit der Anlage bewertet auch Sachversicherer des Anwenders positiv.

 

Heftausgabe: Oktober/2019

Über den Autor

Denis Sauerwald, Marketing, Fagus-Grecon
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