Chemisch-physikalische Trennung

Henkel investiert in Recycling-Start-up Saperatec

18.10.2019 Der Chemiekonzern Henkel hat eine strategische Beteiligung an dem Recycling-Spezialisten Saperatec bekanntgegeben. Das Start-up hat eine neuartige Technologie entwickelt, mit der sich unter anderem aluminiumhaltige flexible Verbundverpackungen trennen und wiederverwerten lassen.

Das Recyclingverfahren von Saperatec zerlegt die Mehrschichtverbund-Materialien in die einzelnen Lagen und ermöglicht eine hohe stoffliche Verwertung. Dafür betreibt das Start-up seit 2014 eine Pilotanlage, in der Flüssigkeiten auf Basis von chemisch-physikalischen Prozessen die Materialien voneinander trennen, ohne sie aufzulösen. Die einzelnen Lagen (zum Beispiel: Polyethylen, PET und Aluminium) werden im Anschluss an den Trennprozess sortiert und als sortenreine Materialien für verschiedene industrielle Anwendungen in die Wertschöpfungskette zurückgeführt. Mit Abschluss der Finanzierungsrunde startet das Unternehmen den Bau seiner ersten Produktionsanlage in Europa.

Mit dem Verfahren lassen sich Mehrschicht-Verbundmaterialien zerlegen und wiederverwerten. (Bild: Henkel)

Mit dem Verfahren lassen sich Mehrschicht-Verbundmaterialien zerlegen und wiederverwerten. (Bild: Henkel)

Recyclinglösungen für Industriekunden

Beide Unternehmen arbeiten bereits seit mehr als zwei Jahren auf technischer Ebene bei der Entwicklung und Weiterentwicklung recyclingfähiger Klebstofflösungen zusammen. „Durch unsere Zusammenarbeit haben wir neue hochleistungsfähige Klebstoffe entwickelt, die mit der Saperatec-Technologie kompatibel sind“,  erklärt Paolo Bavaj, Head of Corporate Venturing bei Henkel Adhesive Technologies. Künftig will der Chemiekonzern seinen Industriekunden im Bereich der flexiblen Verpackungen – insbesondere in der Lebensmittelindustrie – ganzheitliche effiziente Recyclinglösungen anbieten. (jg)

 

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