Schieber besteht Härtetest in Kraftwerk

Hochtemperatur-Armatur für Kraftwerke

20.10.2014 Für die neue Generation von fossilen Kraftwerken mit einer Wirkungsgradsteigerung durch Dampftemperaturen über 700 °C, hat KSB neue Hochleistungs­schieber getestet. Im Großkraftwerk Mannheim wurden dazu zwei Prototypen der Baureihe ZTS zwei Jahre lang permanent bei 725 °C betrieben. Mit Erfolg - wie sich nun zeigte. 

Entscheider-Facts

  • 2 Jahre permanent bei 725 °C im Einsatz
  • Armatur für das Kraftwerk 2020+
  • Hauptkomponenten aus Nickel-Basis-Legierung
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Hochtemperatur-Armatur für Kraftwerke

Der neue Hochtemperatur-Schieber wurde erfolgreich im Einsatz in einem Kraftwerk getestet (Bild: KSB)

 

Die Grundkonstruktion des Schiebers mit seinem blockgeschmiedeten Gehäuse und dem Doppel-Platten-Keil als Absperrelement sowie dem selbst­dichtenden Deckel hat sich seit Jahrzehnten in zahlreichen Kraftwerken bewährt. Für Anforderungen der neuen Kraftwerke wurden die Armaturen mit einem ein kugelförmigen Gehäuse ausgestattet, das hilft, thermische Spannungen zu reduzieren. Verlängerte Bügelarme schützen die Antriebe vor den Einflüssen des heißen Mediums. Die Hauptkomponenten der Armaturen sind aus einer Nickel-Basis-Legierung Alloy 617B gefertigt. 

 

Die elektrisch und manuell angetriebenen Schieber mit der Nennweite 100 mm sind in der Hauptdampfleitung nach einem Superüberhitzer eingebaut. Ziel der aktuellen Versuchsreihe ist es, die Einsatzgrenzen der Armaturen bei diesen extremen Betriebsbedingungen zu ermitteln. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen als Basis für die Auslegung und Konstruktion der Komponenten für zukünftige kommerzielle Kraftwerke mit Dampftemperaturen oberhalb von 700 °C dienen. In der Testschleife in Mannheim werden neben Armaturen noch andere Komponenten und Werkstoffe getestet, die für den Betrieb der neuen Kraftwerksgeneration erforderlich sind.

Unter dem Begriff „Kraftwerke 2020+“ diskutieren Energieversorger und Industrie unter anderem Konzepte, mit denen sich mehr Strom bei niedrigem CO2-Ausstoß aus der eingesetzten Kohle erzeugen lässt. Außerdem arbeitet man an der CO2-Abscheidung und CO2-Speicherung. Die neue Generation von Kraftwerken soll auch flexibler in ihrem An- und Abfahrverhalten sein, um auf Bedarfsschwankungen besser reagieren zu können, als man das mit zeitgenössischen Anlagen kann.

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