Coronavirus-Epidemie

IFAT 2020 auf September verschoben

12.03.2020 Die Fachmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft IFAT wird wegen der Coronavirus-Epidemie auf den 7. bis 11. September 2020 verschoben. Der Aufsichtsrat der Messe München hat den Schritt in einer Sondersitzung am Mittwoch, 11.03.2020, beschlossen.

Die IFAT 2020 ist auf den 7. bis 11. September verschoben. (Bild: Messe München)

Die IFAT 2020 ist auf den 7. bis 11. September verschoben. (Bild: Messe München)

Der Schritt erfolgt in Absprache mit dem Executive Board des Ausstellerbeirats sowie den ideellen Trägern und in Verantwortung für die Gesundheit von Ausstellern und Besuchern. „Unter den gegebenen Umständen ist es für unsere Kunden nicht vertretbar, die IFAT Anfang Mai zu starten – aus gesundheitlichen wie wirtschaftlichen Aspekten“, sagt Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München und verantwortlich für die IFAT. „Jetzt blicken wir zuversichtlich nach vorne, um gemeinsam mit der Branche eine erfolgreiche IFAT 2020 im September zu veranstalten.“ Der Vorsitzende des Ausstellerbeirats, dessen Executive Boards sowie Geschäftsführende Gesellschafter der Kirchhoff Gruppe, Dr. Johannes F. Kirchhoff, erklärte: „Die ideellen Träger der IFAT unterstützen die Verschiebung der IFAT 2020. Auf Basis der aktuellen Lage schätzen wir die Teilnahmebereitschaft von Ausstellern und Besuchern als zunehmend sinkend ein.

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Die ideellen Träger der Messe hatten sich mit einem Schreiben an den Aufsichtsrat gewandt und das Gremium gebeten, schnell Klarheit für die Austragung der IFAT zu schaffen. Der Präsident des Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE), Peter Kurth, hat die Verschiebung der IFAT 2020 als „vernünftigen und naheliegenden Schritt“ bezeichnet. „Die Entscheidung des Aufsichtsrats der Messe München, den IFAT-Termin vom Mai in den September dieses Jahres zu verlegen, ist richtig und vollkommen nachvollziehbar.“ Der BDE, einer der ideellen Träger der Messe, trage „dieses Votum uneingeschränkt mit“, erklärte Kurth.

„Nicht irgendeine Messe absolvieren“

Die Sicherheit der Aussteller, Besucher und Gäste gehe in jedem Falle vor, bekräftigte Kurth. Auch der Zeitpunkt für die Entscheidung sei richtig, „denn sie schafft frühzeitig Klarheit und hält die Messekosten für die Aussteller vergleichsweise in Grenzen. Es ist gut, dass der Aufsichtsrat der Empfehlung der ideellen Träger der IFAT gefolgt ist.“ Selbst wenn die Messe wie geplant im Mai hätte stattfinden können, sei die Gefahr einer geringen Resonanz unter den internationalen Besuchern zu groß gewesen: „Unser Ziel ist nicht, irgendeine Messe zu absolvieren, sondern mit der IFAT, der Weltleitmesse für Umwelt- und Recyclingtechnologie, alle relevanten Akteure weltweit zu erreichen und in München zu begrüßen.“ Mit dem jüngsten Aufsichtsratsvotum bestehe nun Planungssicherheit für alle Messeteilnehmer, so dass man sich Mit den Messepartnern absprechen und auf die Übertragung in den September konzentrieren könne.

Die Redaktion der CHEMIE TECHNIK wird zur IFAT 2020 weiterhin über Neuheiten und Entwicklungen aus dem Bereich Wasser- und Abwasserwirtschaft berichten. (ak)

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