Chemiepark-Betreiber investiert

Infraleuna nimmt neue Abwasserannahme-Station in Betrieb

11.07.2019 Der Chemiepark-Betreiber InfraLeuna hat am Donnerstag eine neue Abwasserannahmestation für Tankfahrzeuge am Chemiestandort Leuna in Betrieb genommen. Künftig will das Unternehmen darüber Industrieabwasser zur Reinigung annehmen.

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Offizielle Inbetriebnahme der neuen Abwasserannahmestation in der ZAB. V.l.n.r: Stefan Brand, Fachbereichsleiter Wasseranlagen der InfraLeuna, Prof. Dr. Claudia Dalbert, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Dietlind Hagenau, Bürgermeisterin Stadt Leuna, Dr. Christof Günther, Geschäftsführer InfraLeuna GmbH. Foto: LxPress

Über die moderne Abwasserannahmestation in der Zentralen Biologischen Abwasserbehandlungsanlage (ZAB)  können die Kunden der Infraleuna verschiedenste Abwässer mittels Tankfahrzeugen zur Behandlung in der ZAB anliefern. „Mit der neuen vollautomatischen Abwasserannahmestation mit ihren zwei Annahmestellen bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, flexibel und kontinuierlich Abwasser mit Tankfahrzeugen rund um die Uhr zur biologischen Abwasserbehandlung anzuliefern“, so Dr. Christof Günther, Geschäftsführer der Infraleuna. „Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Infraleuna und allen Projektbeteiligten konnte die neue Annahmestation projekt-, zeit- und budgetgerecht realisiert werden.“

Über die vollautomatische Abwasserannahmestation können Unternehmen, die nicht an das Kanalnetz am Standort angeschlossen sind, ihr Abwasser mit Tankfahrzeugen zur Reinigung bringen. Seit dem Jahr 2013 wurden in die Modernisierung der Abwasserbehandlungsanlage insgesamt rund 18 Millionen Euro investiert.

50 Millionen Euro Investitionen in die Standort-Infrastruktur geplant

Insgesamt will der Standortbetreiber in 2019 mehr als 50 Millionen Euro investieren, um die Infrastruktur des Chemiestandortes Leuna instand zu halten und zu erweitern. „Damit schaffen wir die Voraussetzungen, um den bei uns angesiedelten Unternehmen weiteres Wachstum zu ermöglichen.“, sagte Dr. Christof Günther. Treibender Faktor ist der Ausbau der Produktionsanlagen durch die Unternehmen am Standort.

Für die nächsten zwei Jahre rechnet Infraleuna mit Investitionen in Höhe von mehr als 500 Millionen Euro. So hat die Total Raffinerie Mitteldeutschland angekündigt, 300 Millionen Euro in Leuna zu investieren. Auch für Investoren außerhalb Mitteldeutschlands sei Leuna sehr attraktiv. So ist aktuell der Bau einer Anlage zur Herstellung von Cannabis für medizinische Zwecke durch die Firma Aurora Deutschland geplant. Zudem gibt es Gespräche mit potenziellen Ansiedlern, etwa aus Finnland.

(as)

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