Standortdienstleister unter neuer Flagge

Infraserv Knapsack ändert Namen in Yncoris

01.06.2019 Standortbetreiber, die Dienstleistungsgeschäft anbieten, werden zwangsläufig mit dem Standort verortet. Durch die Namensänderung in Yncoris will Infraserv Knapsack seinen Dienstleistungsfokus betonen – und die Verwechslungsgefahr bannen. Die Geschäftsleiter Dr. Clemens Mittelviefhaus und Ralf Müller sowie Marketingleiter Wilbert Meier erklären den Schritt.

Wasserturm

Durch die Namensänderung in Yncoris will Infraserv Knapsack seinen Dienstleistungsfokus betonen. Bilder: Infraserv Knapsack

Wieso ändert Infraserv Knapsack seinen Namen?
Mittelviefhaus: In den vergangen zehn Jahren haben wir unsere Kompetenz in der erfolgreichen Planung, dem Bau und dem Management von Anlagen und Standorten der Prozessindustrie bewiesen – und zwar weit über die Grenzen des Chemieparks Knapsack hinaus. Geblieben ist jedoch der Name und damit die Verwechslungsgefahr mit den zahlreichen anderen Infraserv-Gesellschaften. Die Namensänderung bietet uns nun die große Chance, unseren Namen zu einem echten Markenzeichen zu machen. Dabei bleiben wir unserem Fokus der europäischen Prozessindustrie und unseren hohen Ansprüchen an Qualität und Sicherheit treu. Es verändern sich also weder die Eigentümerverhältnisse noch gibt es eine rechtliche Notwendigkeit.
Meier: Angesichts unserer externen Wachstumsstrategie mit Präsenzen an immer mehr Standorten außerhalb des Chemieparks steigt ohne unverwechselbaren Namen die Gefahr des Verlusts potenzieller Kunden, weil diese uns auf rein lokale beziehungsweise standortbezogene Dienstleistungen reduzieren – erst recht in Verbindung mit dem Namenszusatz Knapsack.

Warum ausgerechnet Yncoris?
Meier: Der Name Yncoris mag beim ersten Hören und Lesen gewöhnungsbedürftig sein. Aber genau diese Ungewöhnlichkeit ist einer der Gründe, warum wir ihn gewählt haben. Denn wir möchten uns deutlich von anderen Anbietern abgrenzen – nicht nur beim Gewinn neuer Kunden, sondern auch neuer Fachkräfte. „Yncoris“ definiert unsere Unternehmenswerte „lösungsorientiert“, „kompetent“ und „verantwortungsbewusst“. Der Name ist abgeleitet vom lateinischen „in corpore“ für „alle gemeinsam“ und „cor“ für „Herz“.
Müller: Damit möchten wir einen Aspekt unserer Arbeit verdeutlichen, den viele mit einem technisch orientierten Unternehmen wahrscheinlich nicht in Verbindung bringen – nämlich dass wir tatsächlich mit viel Herz bei der Sache sind, um gemeinsam mit unseren Kunden neue Ziele zu erreichen.“

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Ralf Müller und Dr. Clemens Mittelviefhaus leiten die Geschäfte von Yncoris.

Welche Vision hat Yncoris?
Müller: Wir möchten, dass unsere Kunden aus der chemischen Industrie zuerst an Yncoris denken, wenn es um Lösungen für eine zukunftssichere Produktion geht. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, ihnen dafür das beste Umfeld zu bieten und dadurch ihre Wettbewerbsposition zu stärken. Dabei bedeutet „zukunftssichere Produktion“ für uns, die Anlagen unserer Kunden optimal aufzustellen in Bezug auf Effizienz und Verfügbarkeit, Prozess- und Rechtssicherheit. Dazu entwickeln wir Lösungen, die unsere Kunden, seine Anlagen und Standorte wirklich weiterbringen, indem wir altbewährte Positionen hinterfragen und in neuen Richtungen denken, um den bestmöglichen Weg zum Ziel zu finden. Wir sehen uns hier als Berater, Planer, Organisator und Macher, ganz wie unsere Kunden uns brauchen.

Wie unterscheiden Sie sich von anderen industriellen Dienstleistern?
Mittelviefhaus: Kaum ein anderes Unternehmen auf dem Markt kann seinen Kunden ein so breites Spektrum von Kompetenzen und Dienstleistungen anbieten. Wir decken den gesamten Lebenszyklus einer Anlage ab – von der Planung und dem Bau über die Wartung und den Betrieb bis zur Stilllegung. Dadurch helfen wir unseren Kunden, ihre Effizienz und Qualität zu steigern. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist unsere Nähe zum Kunden – und zwar nicht nur räumlich. Unsere Leistungen sind konsequent auf die praktische und sichere Umsetzung im Betrieb ausgelegt. Dabei profitieren die Kunden sowohl innerhalb als auch außerhalb des Chemieparks von den langjährigen Erfahrungen aus der chemischen Industrie. Im Engineering beraten wir heute aber auch Arzneimittelhersteller und Start-ups. Parallel dazu haben wir weiter im heimischen Chemiepark investiert –sowohl bei Neuansiedlungen und Erweiterungsinvestitionen als auch in eigene Ressourcen, wie in neue Werkstätten für Prozessanalysentechnik oder in Pumpentechnik. Aber die Grundlage dafür sind unsere engagierten und fachkundigen Mitarbeiter.
Müller: Die Bewegungen in unseren Märkten, die wir insbesondere in der Chemie feststellen, bieten uns gute Chancen für unser Wachstum. Mit dem Namenswechsel können wir uns nun noch klarer vom Wettbewerb abgrenzen und somit konsequent weitere Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen. [as]

Zum Unternehmen

Yncoris – bzw. Infraserv Knapsack – ist in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gewachsen, seit 2015 jährlich zwischen 6,1 und 7,8 %, 2018 erreichte der Umsatz fast 220 Mio. Euro. Das Unternehmen beschäftigt 1.160 Mitarbeiter und 95 Auszubildende. Ein Wachstumsfaktor ist das Geschäft außerhalb des Chemieparks Knapsack. 50 Mitarbeiter haben beispielsweise ihren Sitz in Leverkusen, weitere Standorte hat das Unternehmen in Köln-Nord, Duisburg und Dormagen sowie in Krefeld-Uerdingen und Düren.

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Heftausgabe: Juni/2019
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