Zielsicher den Stillstand vermeiden

Kontinuierliche Zustandsüberwachung von Armaturen

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29.10.2018 Jeder Betreiber ist bemüht, die Stillstandzeiten zur Revision seiner Anlage so gering wie möglich zu halten. Die Begutachtung jeder einzelnen Armatur erfordert jedoch viel Aufwand. Eine kontinuierliche Zustandsüberwachung per Software kann den Anlagenstillstand verkürzen und Kosten sparen helfen.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Bei einer Revision wird in der Regel jede einzelne Regelarmatur begutachtet. Dies kostet viel Zeit und verursacht den Betreibern hohe Kosten. Dabei ist eigentlich nur die Übeprüfung von solchen Armaturen notwendig, die durch den Prozess tatsächlich stark beansprucht und belastet sind.
  • Die kontinuierliche Zustandsüberwachung per Software zeigt den Zustand einer Armatur mittels Ampelanzeige in grün, gelb oder rot. Der Betreiber kann somit jederzeit entscheiden, welche Armaturen zu überprüfen sind und welche nicht.
 

Teambuilding

Per Software lassen sich gezielt nur diejenigen Armaturen auswählen, die einer Überprüfung bedürfen. Bild: ARochau – stock.adobe

Für den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland gilt grundsätzlich, dass Betreiber eher in bestehende als in neue Anlagen investieren. Da wundert es nicht, dass der Instandhaltungssektor auch in schwierigen Zeiten wächst. Die Instandhaltungsfirmen profitieren dabei von der Tatsache, dass eine Revision insbesondere alle Regelarmaturen betrifft – ungeachtet, wie diese durch den Prozess beansprucht und belastet sind. Durch unterschiedliche Betriebsbedingungen ergeben sich jedoch zwangsläufig unterschiedliche Verschleißerscheinungen. Es verhält sich hier wie mit dem Verschleiß von Fahrzeugen. Diese jedoch unterzieht man nur nach einer bestimmten Kilometerleistung einer Inspektion, also nach einer definierten Beanspruchung, die der Hersteller vorgibt. In chemischen Anlagen lässt man diese Vorgehensweise völlig außer Acht und begutachtet während eines geplanten Stillstandes ausnahmslos alle Armaturen. Dies verursacht unnötige Kosten und kann die Dauer des Stillstandes unnötig verlängern.

Kritische Armaturen frühzeitig per Software erkennen

Der Armaturen- und Sicherheitstechnik-Spezialist Askia bietet daher eine kontinuierliche Zustandsüberwachung. Diese gibt bereits während des Betriebes Aufschluss über die tatsächliche Beanspruchung und den Grad des Verschleißes der Armatur. Auf dieser Basis kann der Betreiber gezielt entscheiden, ob und wo eine Revision erforderlich ist. Die kontinuierliche Zustandsüberwachung ermöglicht es, auf die Revision wenig beanspruchter Armaturen zu verzichten und sich stattdessen auf die höher beanspruchten zu konzentrieren.

Verantwortlich für die Zustandsüberwachung ist eine eigens für diesen Zweck entwickelte Software, die auf alle gängigen Prozessleitsysteme aufgesetzt werden kann. Die Software sammelt dabei nur Daten und greift nicht aktiv in den Prozess ein. Sie kann die Daten aller pneumatisch angetriebenen Regelarmaturen auswerten, die mit digitalen Stellungsreglern nach Hart oder Foundation Fieldbus angesteuert werden. Auch der Umgang mit Armaturen mit einem herkömmlichen Stellungsregler ist möglich, wenn auch in begrenzterem Maße. Den Zustand einer Armatur zeigt die Software anschaulich mittels Ampelanzeige in grün, gelb oder rot dar. Somit lassen sich kritische Armaturen schon bei laufendem Betrieb frühzeitig erkennen. Dies ermöglicht es, Maßnahmen einzuleiten, bevor die Armatur ausfällt und zu einem ungeplanten Anlagenstillstand führt. Des Weiteren aggregiert und analysiert die Software die Daten automatisch, sodass der Betreiber anhand eines dargestellten Trends entscheiden kann, die Armatur während des nächsten Stillstandes zu öffnen oder nicht.

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Armaturen sind überall in der Anlage im Einsatz und beanspruchen während der Anlagenrevision viel Zeit. Bild: Askia

Das Potenzial der Automatisierung voll ausschöpfen

Obwohl viele Anlagenbetreiber die Steuerung der Regelarmaturen bereits auf digitale Stellungsregler umgerüstet haben, schöpfen sie selten deren volles Potenzial aus. Der vorbeugenden Instandhaltung gehört die Zukunft. Hier muss ein Umdenken stattfinden, um sich die neue Technologie und die daraus ergebenden Möglichkeiten zunutze zu machen. Minimierte, ungeplante Anlagenstopps und reduzierte, geplante Anlagenstillstandzeiten bergen ein enormes Potenzial an Kostenersparnissen. Zudem kann die Modernisierung die Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit der Anlage signifikant erhöhen. In der Servicewerkstatt von Askia lassen sich daher Absperrklappen und Kugelhähne diverser Anbieter herstellerunabhängig automatisieren und mit pneumatischen oder elektrischen Antrieben ausstatten. Das Angebot wurde zuletzt auch um das Portfolio des Armaturenherstellers Masoneilan erweitert. Damit sind nun auch Steuer- und Regelorgane für „Auf-Zu-Anwendungen“ und den Steuer- und Regelbetrieb im Programm. Das Werkstattkonzept kann nunmehr alle gängigen Spezifikationen bedienen.

Heftausgabe: November/2018

Über den Autor

Christopher Alexi, für Askia
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