Standortausbau

Lanxess erhöht Produktion von mikronisierten Eisenoxid-Rotpigmenten

31.10.2018 Lanxess optimiert sein globales Produktionsnetzwerkes zur Herstellung von Eisenoxidpigmenten weiter: Durch gezieltes „Debottlenecking“ am Standort Krefeld-Uerdingen hat der Spezialchemie-Konzern sein Produktangebot an mikronisierten Rotpigmenten um mehr als 5.000 t/a erhöht.

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Die mikronisierten Rotpigmente von Lanxess sind besonders stabil gegenüber Scherkräften und hohen Temperaturen. (Bild: Lanxess)

Die mikronisierten Rotpigmente von Lanxess sind besonders stabil gegenüber Scherkräften und hohen Temperaturen. (Bild: Lanxess)

„In der Farben- und Lackindustrie, aber auch für Kunststoffanwendungen sehen wir eine kontinuierlich steigende Nachfrage nach hochwertigen Pigmenten mit besonders guten Dispergiereigenschaften und haben deshalb die Produktverfügbarkeit für unsere Kunden gesteigert“, sagt Holger Hüppeler, Leiter des Lanxess-Geschäftsbereichs Inorganic Pigments.

Mikronisierte Eisenoxidpigmente wie die in Krefeld-Uerdingen produzierten Marken Bayferrox und Colortherm dienen wegen ihres Eigenschaftsprofils vor allem zur Herstellung qualitativ hochwertiger Farben und Lacksysteme sowie zum Einfärben von Kunststoffen. Der Vorgang der Mikronisierung ist durch einen intensiven Mahlprozess gekennzeichnet, bei dem der Anteil  an Agglomeraten deutlich reduziert ist. Mikronisierte Pigmente lassen sich somit besser dispergieren. Zudem überzeugen sie durch eine hohe Farbstärke und Farbkonstanz.

Hochtemperatur-Kalzinierung

Zur Herstellung der Rotpigmente am Standort Krefeld-Uerdingen verwendet Lanxess das eigenentwickelte Laux-Verfahren. Schwarzpigmente werden hierbei auf bis zu 800 °C erhitzt und zu Rotpigment oxidiert. Nachdem das bislang alternative Copperas-Verfahren weltweit nicht mehr im marktrelevanten Maßstab zum Einsatz kommt, ist der deutlich umweltschonendere Laux-Prozess das einzige angewandte Herstellungsverfahren für Eisenoxid-Rotpigmente, das einen Kalzinierungsschritt bei sehr hohen Temperaturen beinhaltet.

Hierbei entstehen besonders stabile Pigmente, die nach einem anschließenden Mahlprozess über ein einzigartiges Eigenschaftsprofil verfügen: Zum einen besitzen sie eine hohe Mahlstabilität, selbst unter Einwirkungen langanhaltend hoher Scherenergie während des Dispergierprozesses bleiben sie stabil gegen Farbveränderungen. Zum anderen sind auf diese Weise hergestellte Pigmente auch besonders temperaturstabil bis 800 °C , während Rotpigmente (Hämatit, Fe2O3) aus anderen Herstellungsverfahren aufgrund ihrer chemischen Struktur nur bis maximal 400 °C beständig sind. Aufgrund der hohen Temperaturen während der Kalzinierung werden sämtliche, eine Farbverschiebung begünstigende Wassereinlagerungen aus dem Oxidkristallgitter verdrängt. Aus diesem Grund zeigen die mikronisierten Pigmente auch bei extrem hohen Applikationstemperaturen keine Farbverschiebung in der Anwendung.

 

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