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Lanxess erweitert globale Kapazitäten für Benzylalkohol

19.03.2019 Der Spezialchemie-Konzern Lanxess erweitert seine Kapazität zur Produktion der Industriechemikalie Benzylalkohol für den weltweiten Markt deutlich: Eine Erweiterung am Standort Krefeld-Uerdingen soll die Kapazitäten um 30 Prozent steigern, hinzu kommt die Beseitigung von Engpässen am Produktionsstandort in Indien.

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Lanxess baut seine Produktionskapazitäten für Benzylalkohol weltweit aus. Der Konzern rechnet mit steigendem Bedarf an dem Lösungsmittel. (Bild: Lanxess)

Lanxess baut seine Produktionskapazitäten für Benzylalkohol weltweit aus. Der Konzern rechnet mit steigendem Bedarf an dem Lösungsmittel. (Bild: Lanxess)

Der zweistufige Ausbau der Anlage im Chempark Krefeld-Uerdingen soll Ende 2019 abgeschlossen sein. Für die Umbaumaßnahmen investiert Lanxess einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Darüber hinaus hat der Geschäftsbereich Advanced Industrial Intermediates (AII) an seinem indischen Standort Nagda Erweiterungspläne. Dort führten in den vergangenen Jahren bereits mehrere Verfahrensverbesserungen zu einer Kapazitätssteigerung für Benzylalkohol.

Gut aufgestellt für steigende Nachfrage

„Mit unseren beiden Standorten in Deutschland und Indien und den geplanten Erweiterungen sehen wir uns gut aufgestellt, um die steigende Nachfrage unserer Kunden erfüllen zu können“, betont Michael Ertl, Leiter des Geschäftsfelds Benzyl Products & Inorganic Acids bei AII. „Wir sind gut gerüstet, um sowohl global tätige Konzerne mit weltweit verteilten Standorten als auch kleine und mittelständische Unternehmen in aller Welt zu versorgen“, ergänzt der Manager.

Benzylalkohol kommt in verschiedenen Anwendungen zum Einsatz, beispielsweise als Lösemittel für Lacke, Farbpasten und Bauchemikalien, als hochreines Konservierungsmittel für Injektionslösungen und Kosmetika sowie als Synthesechemikalie. Weitere Einsatzgebiete sind Klebstoffe, Kunststoffe, Textilhilfsmittel, Duft- und Aromastoffe sowie Agrarchemikalien. In der Europäischen Union ist Benzylalkohol als Lebensmittelzusatzstoff mit der Nummer E 1519 für die Herstellung von Aromen für bestimmte Getränke, Süß- und Backwaren zugelassen. (ak)

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