Finanzierung aus Arlanxeo-Verkauf

Lanxess plant Aktienrückkauf für 200 Mio. Euro

11.01.2019 Der Vorstand des Spezialchemie-Konzerns Lanxess hat beschlossen, eigene Aktien im Wert bis zu 200 Mio. Euro zurückzukaufen. Außerdem will der Konzern sein Pensionsvermögen um weitere 200 Mio. Euro aufstocken.

„Mit dem Aktienrückkauf schaffen wir gerade im derzeit herausfordernden Kapitalmarkt Werte für unsere Anteilseigner“, sagte Michael Pontzen, Finanzvorstand von Lanxess. Der Aktienrückkauf soll frühestens am 14. Januar 2019 beginnen und spätestens am 31. Dezember 2019 abgeschlossen sein. Die Aktien sollen eingezogen werden. Bei derzeitigem Kurs (Stand: 9. Januar 2019 ) entsprechen 200 Mio. Euro rund 4,9 % des Grundkapitals und rund 4,5 Millionen Aktien.

„Altersversorgung ist Bestandteil der Unternehmensphilosophie“

Darüber hinaus hat Lanxess sein deutsches Pensionsvermögen um 200 Mio. Euro aufgestockt. „Die betriebliche Altersversorgung ist fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Mit der Stärkung des Pensionsvermögens leisten wir jetzt einen wesentlichen Beitrag für ihre Zukunftssicherheit“, so Pontzen. Die Pensionsrückstellungen des Unternehmens lagen zum Ende des dritten Quartals 2018 bei 1,247 Mrd. Euro. Diese reduzieren sich nun entsprechend. Der konzernweite Ausfinanzierungsgrad der Pensionsverbindlichkeiten erhöht sich damit von rund 49 % auf etwa 58 %, bezogen auf die Höhe der Rückstellungen am Stichtag 30. September 2018.

Die Mittel für beide Transaktionen stammen aus dem Erlös des Verkaufs des verbliebenen 50-%-Anteils am Kautschukunternehmen Arlanxeo an Saudi Aramco, der Lanxess rund 1,4 Mrd. Euro einbrachte. (ak)

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