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Lanxess stellt Quartalszahlen vor und hebt Jahresprognose an

16.08.2011 Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat seine Zahlen für das 2. Quartal 2011 vorgestellt. Nach einem Rekord-Ebitda vor Sondereinflüssen von 339 Mio. Euro, was einem Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, hebt das Unternehmen seine Wachstumprognose für das Gesamtjahr von 10-15 auf 20 Prozent an.

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Lanxess stellt Quartalszahlen vor und hebt Jahresprognose an

Der Unternehmensumsatz wuchs im 2. Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro, die Ebitda-Marge betrug 15,1 Prozent (14,7 im Vorjahr). Den Gewinn steigerte der Konzern um 38 Prozent auf 181 Mio. Euro. Die Entwicklung führt das Unternehmen auf ein Mengenwachstum und positive Portfolio-Effekte zurück, weiterhin gingen gestiegene Rohstoffkosten vollständig auf den Markt über. Negative Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung hatten Währungseffekte von minus 7 Prozent. Gegenüber dem Ende 2010 stieg die Nettoverschuldung um 49 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro, was laut Quartalsbericht auf den Kauf des Geschäfts von DSM-Elastomeren und Materialschutz von Syngenta zurückgeht. Den Cashflow konnte das Unternehmen auf 212 Mio. Euro verdreifachen.

Stärkste Region mit 30 Prozent Anteil am Konzernumsatz ist weiterhin Emea (Europa ohne Deutschland, Mittlerer Osten, Afrika). Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg der Umsatz hier auf 665 Mio. Euro, was einem Plus von 25 Prozent entspricht. Stärkstes Wachstum verzeichneten Russland, Frankreich und Italien. Ein Umsatzplus von 19 Prozent auf 492 Mio. Euro erzielte der Konzern in der Region Asien-Pazifik, was einem Anteil am Gesamtumsatz von 22 Prozent entspricht. Hieran hatten vor allem die Absatzmärkte China, Indien und Südkorea Anteil. In Deutschland steigerte der Konzern seinen Umsatz auf 411 Mio. Euro. Das entspricht einem Plus von 18 Prozent zum Vorjahreswert und einem Anteil von 16 Prozent des Gesamtumsatzes. In der Region Nordamerika steigerte sich im Jahresvergleich der Umsatz 18 Prozent auf 368 Mio. Euro, ein Anteil von 16 Prozent am Gesamtumsatz. In Lateinamerika setzte der Konzern Waren im Wert von 307 Mio. Euro um, eine Steigerung um 25 Prozent zum Vorjahreswert und 14 Prozent vom Gesamtumsatz des Konzerns. Brasilien tat sich als wichtigster Umsatztreiber der Region hervor. Zusammen nahm der Konzern in den fünf Brics-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) 522 Mio. Euro ein, was einem Plus von 22 Prozent im Vorjahresvergleich und 23 Prozent des Konzernumsatzes entspricht.

Bei der Entwicklung der verschiedenen Segmente belegten die Performance Polymers die Spitzenposition: Hier steigerte sich der Umsatz um 37 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Der Ebitda stieg um 40 Prozent auf 229 Mio. Euro. Der Umsatz der Advances Intermediates stieg um 14 Prozent auf 395 Mio. Euro, der Ebitda vor Sondereinflüssen blieb mit 65 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Die Performance Chemicals steigerten sich um 5 Prozent auf 561 Mio. Euro und erzielten ein Ebitda von 95 Mio. Euro, was einem Plus von 13 Prozent entspricht.

Neben Lanxess gaben auch die Unternehmen BASF, Roche, Linde, Clariant, Air Liquide, Merck und GEA ihre Zahlen für das 2. Quartal bzw. 1. Halbjahr bekannt.

 

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