Konzernfinanzierung

Lanxess unterzeichnet nachhaltige Kreditlinie über 1 Milliarde Euro

05.12.2019 Der Spezialchemiekonzern Lanxess passt seine Finanzierung an nachhaltige Kriterien an: Eine neue Haupt-Kreditlinie ist an das Erreichen von ESG-Kriterien (ESG = Environment, Social und Governance) gekoppelt.

Lanxess baut Vorstand und Aufsichtsrat um

„Wir sind davon überzeugt, dass nachhaltige Kriterien auch für die Kapitalmärkte immer wichtiger werden. Daher haben wir mit unseren Bankenpartnern dieses innovative Finanzierungskonzept entwickelt“, erklärt Lanxess-Finazvorstand Michael Pontzen. (Bild: Lanxess)

Der Konzern hat damit eine neue syndizierte Kreditlinie mit 12 Banken vereinbart, deren Zinskonditionen unter anderem von der erfolgreichen Reduktion seiner Treibhausgas-Emissionen (Scope 1) und der Steigerung des Frauenanteils in den drei obersten Management-Ebenen abhängen. Mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro löst sie die im Mai 2023 auslaufende syndizierte Kreditlinie über 1,25 Milliarden Euro ab. Die Grundlaufzeit der „nachhaltigen“ Kreditlinie beträgt fünf Jahre, darüber hinaus bestehen zwei einjährige Verlängerungsoptionen.

Nachhaltige Kriterien für Kapitalmärkte immer wichtiger

„Wir sind davon überzeugt, dass nachhaltige Kriterien auch für die Kapitalmärkte immer wichtiger werden. Daher haben wir mit unseren Bankenpartnern dieses innovative Finanzierungskonzept entwickelt. Mit der ‚nachhaltigen‘  Kreditlinie unterstreichen wir zudem den Anspruch, unsere ambitionierten Klimaziele zu erreichen“, sagte Michael Pontzen, Finanzvorstand von Lanxess. Im November hatte das Unternehmen bekannt gegeben, bis 2040 klimaneutral zu werden und seine Treibhausgas-Emissionen von derzeit rund 3,2 Millionen Tonnen CO2 abzubauen.

Die Kreditlinie dient der langfristigen Sicherung der Liquidität des Unternehmens und damit auch der finanziellen Absicherung des Wachstumskurses. „Wir haben das gute Kapitalmarktumfeld und unser solides Investment Grade Rating genutzt, um die langfristige Finanzierung von Lanxess zu attraktiven Konditionen sicherzustellen“, so Pontzen. Die Transaktion wurde von der Deutschen Bank und UniCredit koordiniert. (ak)

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