Gasförderung in Saudi-Arabien

Lewa liefert Pumpen mit WEG-Antrieb an den Persischen Golf

29.08.2018 Pumpenhersteller Lewa und Antriebsspezialist WEG kooperieren bei einem Projekt in Saudi-Arabien. 20 Pumpen sollen bis 2019 an ein Gasförder-Projekt im persischen Golf geliefert werden, um die bisherige Fördermenge von rund 70 Mio. m³ Gas um weitere 56 Mio. m³ pro Tag zu erhöhen.

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Beim Lewa-Projekt für Saudi-Arabien kommen W22-Motoren in Energieeffizienzklasse IE3 mit 150 kW und 185 kW bei acht Boxerpumpen des Typs LGB2 und zwölf Prozesspumpen der Reihe LDH5 zum Einsatz. (Bild: Lewa)

Beim Lewa-Projekt für Saudi-Arabien kommen W22-Motoren in Energieeffizienzklasse IE3 mit 150 kW und 185 kW bei acht Boxerpumpen des Typs LGB2 und zwölf Prozesspumpen der Reihe LDH5 zum Einsatz. (Bild: Lewa)

Die erhöhte Gasfördermenge soll dazu beitragen, die Energieversorgung des Landes langfristig von Öl auf Gas umzustellen und somit mehr Erdöl für den Weltmarkt verfügbar zu machen. Für einen reibungslosen Antrieb der Pumpen wandte sich Lewa an WEG, um eine Antriebsstranglösung zu entwickeln, die sich speziell für die Installation auf den Offshore-Plattformen der Gasförderanlagen eignen. Bei dem Projekt handelt es sich um einen Anschlussauftrag; bereits 2013 hatte Lewa zur Erschließung neuer Gasfelder 40 Pumpen für die Gasförderungsanlage im Persischen Golf geliefert.

Maßgeschneiderte Lösung für anspruchsvolle Umgebung

Für die insgesamt acht Boxerpumpen des Typs LGB2 sowie weitere zwölf Prozesspumpen der Reihe LDH5 von Lewa, die an zwei große Offshore-Plattformen im Persischen Golf geliefert werden sollen, entwarf WEG Germany eine individuell konzipierte Antriebsstranglösung, die den besonderen Anforderungen des Projekts gerecht wird. Die Komplettlösung für den Offshore-Einsatz beinhaltet sowohl Motoren der Reihe W22 Ex nA (Non-Sparking) in Energieeffizienzklasse IE3 mit 150 kW und 185 kW sowie komplette AFW11-Schaltschranksysteme mit integrierten Frequenzumrichtern vom Typ CFW11. „Die anwendungsspezifisch entwickelte Lösung wurde im gesamten Umfang von allen Beteiligten reibungslos fertig gestellt und pünktlich geliefert. Insgesamt verlief das Projekt bislang für alle Seiten sehr zufriedenstellend. Im Jahr 2019 soll es an den Auftraggeber übergeben werden“, erklärt Klaus Figgle, Projektleiter Engineering bei Lewa.

Für die Komplettlösung stattete WEG die Motoren der Energieeffizienzklasse IE3 gemäß IEEE841-Standard mit wichtigen Funktionen für das Projekt aus, zu denen beispielsweise Klemmenkästen für Sonderzubehör, Vorkehrungen für Schwingungsdetektoren und isoliertes Lager ohne Antriebsende zählen. Auch Befestigungsschrauben aus rostfreiem Stahl sowie eine Speziallackierung gehören dazu. Ein Highlight der Lösung stellt der WHF (WEG Harmonic Filter) dar, der den Anforderungen gemäß IEEE519-Empfehlungen nachkommt. Des Weiteren wurden die Panels aus rostfreiem Stahl SS316 hergestellt, so dass sich diese für Anwendungen in besonders aggressiven Umgebungen auch ohne eine spezielle Schutzfarbe eignen. Um das Rauschen zu reduzieren, dass durch die lange Kabellänge zwischen dem Frequenzumrichter und dem Motor entsteht, installierte der Hersteller zusätzlich einen Filter am Frequenzumrichter. Dadurch lässt sich eine längere Isolierung des Elektromotors erreichen und mögliche Lagerströme werden reduziert.

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