Linde KCA und BASF vermarkten CO2-Abtrennung gemeinsam

18.01.2010 Die BASF und Linde-KCA-Dresden (LKCA) werden künftig Lizenzen und Anlagen zur Abtrennung von Kohlendioxid (CO2) aus Rauchgasen gemeinsam vermarkten. Die beiden Unternehmen haben am Freitag, 15.01.2009, einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet.

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Linde KCA  und BASF vermarkten CO2-Abtrennung gemeinsam

Die Technologie zur CO2-Abtrennung wird von BASF und Linde zum Beispiel beim RWE-Kraftwerksprojekt Niederaußem eingesetzt. Bild: Linde

Im Rahmen der Kooperation wird die BASF die chemischen Verfahren zur CO2-Abtrennung verantworten, während LKCA die ingenieurtechnische Planung, Auslegung und den Bau der Anlagen übernehmen wird. Schwerpunkt der Zusammenarbeit wird der Nahe und Mittlere Osten sein. Dort steigt der Bedarf an reinem CO2 beispielsweise zur Erhöhung der Ausbeute in der Erdölförderung (Enhanced Oil Recovery) und in der Harnstoffproduktion.

„Vor dem Hintergrund des weltweit dominierenden und voraussichtlich weiter wachsenden Anteils der Energieerzeugung aus fossilen Stoffen werden wir uns im Rahmen unser Kooperation auf  diese Energieträger konzentrieren“, so Dr. Andreas Northemann, Leiter des Gaswäschegeschäfts im Unternehmensbereich Intermediates der BASF, und weiter: „Durch die Bündelung der Expertise beider Unternehmen können wir unseren Kunden integrierte technische Lösungen anbieten, bis hin zu kompletten Anlagen zur CO2-Abtrennung.“

„Im Rahmen unserer Kooperation können wir, das klimaschädliche CO2 kontrolliert entfernen, transportieren und anschließend in reiner Form gezielt einsetzen oder speichern“, so Jörg Linsenmaier, Geschäftsführer der LKCA. Das Engineeringunternehmen verfügt über weitreichendes Know-how zur Planung und Realisierung von Anlagen, die CO2 aus Rauchgasen entfernen und nachfolgend verdichten. Die BASF ergänzt diese um Erfahrung bei der Entfernung von CO2 aus Gasströmen. Das Unternehmen vermarktet seine aminbasierte Gaswäsche Technologie unter dem Markennamen aMDEA. Dieser Pro­zess wird laut Unternehmensangaben in über 220 sogenannten Gas­wäsche-Anla­gen weltweit, hauptsächlich in Natur- und Synthesegasanlagen, eingesetzt.

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