Großauftrag vom Fusionspartner

Linde liefert Wasserstoffanlage an Praxair

15.11.2018 Der Technologiekonzern Linde hat mit seinem baldigen Fusionspartner, dem US-amerikanischen Industriegaseunternehmen Praxair, einen Vertrag über die Lieferung einer Wasserstoffanlage unterzeichnet. Die Anlage wird Teil von Praxairs Wasserstoffversorgungssystem, das sich entlang der US-Golfküste über den Südosten von Texas und den Westen von Louisiana erstreckt.

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Linde_präsentiert Geschäftszaheln_2016

Der Konzern konnte seine selbstgesteckten Ziele im Jahr 2016 erreichen. (Bild: Linde)

„Wir freuen uns sehr über diesen bedeutenden Auftrag von Praxair zur Lieferung der größten Einheit zur Produktion von Wasserstoff in Lindes Geschichte“, sagte Linde-Vorstandsmitglied Dr. Christian Bruch, verantwortlich für das Anlagenbaugeschäft des Unternehmens. „Diesen Erfolg verdanken wir unseren überzeugenden und kundenorientierten Engineering-Lösungen.“

Inbetriebnahme Anfang 2021

Lindes Engineering Division ist für das Design und die Lieferung der Ausrüstung für die Kernkomponenten der Wasserstoffanlage verantwortlich. Der Auftrag umfasst im Einzelnen den Dampfreformer, der von der Linde-Tochter Selas Linde in Blue Bell, Pennsylvania, geplant und geliefert wird, die Druckwechseladsorptionsanlage sowie die Abstimmung der Hauptanlage. Die Einheit wird über eine Produktionskapazität von über 190.000 Nm³/h hochreinen Wasserstoff verfügen und zusätzlich auch Dampf erzeugen. Die hochgradig modularisierte Anlage wird eine besonders hohe Zuverlässigkeit und Energieeffizienz gewährleisten. Ihre Inbetriebnahme ist für Anfang 2021 vorgesehen.

Den Zusammenschluss der Industriegas-Konzerne Linde und Praxair hatte die US-amerikanische Wettbewerbsbehörde FTC im Oktober unter Auflagen genehmigt. Die 75 Mrd. US-Dollar schwere Fusion darf demnach erst vollständig vollzogen werden, nachdem Linde weitere Geschäftsanteile veräußert hat. Zudem sind Linde und Praxair zunächst verpflichtet, ihre Geschäfte weltweit unabhängig und getrennt voneinander zu führen und ihre Geschäftsaktivitäten nicht miteinander abzustimmen. (ak)

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