BASF-Standort Quincy

Am Standort Quincy werden mineralische Produkte auf Tonbasis hergestellt. (Bild: BASF)

Der Chemiekonzern BASF hat eine Vereinbarung über den Verkauf seines Produktionsstandorts in Quincy, Florida, getroffen. Inklusive des dazugehörigen Attapulgit-Geschäfts zahlt der Konkurrent Clariant 60 Mio. US-Dollar.

Das BASF-Bergbauwerk Quincy beschäftigt rund 75 Mitarbeitende und stellt mineralische Produkte auf Tonbasis her. Der Chemiekonzern hatte den Standort 2006 im Rahmen der Übernahme des US-Spezialchemie-Unternehmens Engelhard übernommen. Zuletzt erwirtschaftete der Chemiekonzern mit dem Attapulgit-Geschäft 2020 einen Umsatz von rund 36 Mio. US-Dollar.

Damit handelt es sich um einen der größten Attapulgit-Förderer und -Produzenten in Nordamerika mit Abbaugebieten in Georgia und Florida – und eben den Verarbeitungsbetrieben in Quincy. Die Mineralienqualität, Größe der Abbaureserven und strategischer Lage ist nach Einschätzung des Käufers Clariant dabei in der Kombination „einzigartig“. Bei Attapulgit handelt es sich um ein Schichtsilikat, darauf basierte Produkte kommen in einer Vielzahl von Anwendungen und Endmärkten zum Einsatz.

Anwendung: Reinigung von Ölen und Kraftstoffen

Clariant will die in Quincy produzierten adsorbierenden Tonerden unter anderem zur Reinigung von Speiseölen und erneuerbaren Treibstoffen einsetzen – sie spielen hier eine Schlüsselrolle bei der Entfernung von Verunreinigungen in der Vorbehandlungsphase. Der Markt für erneuerbare Treibstoffe in Nordamerika, welcher auf der Wiederverwertung von Abfallprodukten wie gebrauchten Speiseölen, Tallöl, Talg, tierischen Fetten und Maiskeimöl basiert, ist nach Einschätzung des Spezialchemie-Konzerns ein attraktiver Wachstumsmarkt.

»Diese Akquisition passt sehr gut zu unserer Wachstumsstrategie, die sich auf Innovationen im Bereich Nachhaltigkeit und Ergänzungsakquisitionen fokussiert“, erklärte Clariant-CEO Conrad Keijzer. Die Vereinbarung beinhaltet außerdem einen langfristigen Liefervertrag für Attapulgit-basierte Produkte an die BASF. Der Abschluss der Transaktion wird nach Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden im Sommer 2022 erwartet.

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