Landwirte in Brasilien können weiterhin Glyphosat einsetzen. (Bild: Bayer)

Landwirte in Brasilien können weiterhin Glyphosat einsetzen. (Bild: Bayer)

| von Ansgar Kretschmer

Das Urteil erlaubt die Anwendung Glyphosat-basierter Herbizide durch Landwirte in Brasilien. Hintergrund ist ein von der Regierung eingereichter Antrag, die gerichtliche Verfügung vor dem Inkrafttreten aufzuheben. Ziel der Regierung war es sicherzustellen, dass brasilianische Landwirte weiterhin Glyphosat-basierte Produkte verwenden können.

Der Bayer-Konzern begrüßte die jüngste Entscheidung: „Die Entscheidung des Gerichts ist eine sehr gute Nachricht für brasilianische Landwirte, die bei der Unkrautbekämpfung auf Glyphosat-basierte Herbizide setzen, um eine sichere und ertragreiche Ernte zu erzielen“, sagt Liam Condon, Mitglied des Vorstands der Bayer AG und Leiter der Division Crop Science. „Glyphosat hilft den Landwirten, Kulturpflanzen mit geringen Beeinträchtigungen für den Boden und einem niedrigeren CO2-Ausstoß anzubauen.“

„Kein Urteil über die Sicherheit von Glyphosat“

Am 3. August 2018 hatte ein Richter in Brasilien eine Verfügung erlassen, in deren Folge die Registrierung und Verwendung von Glyphosat-basierten Herbiziden und einigen weiteren Pflanzenschutzmitteln hätten verboten werden können. Die Entscheidung des Richters sei kein Urteil über die Sicherheit von Glyphosat, sondern bezog sich ausschließlich auf Verzögerungen bei der routinemäßigen behördlichen Überprüfung von Pflanzenschutzprodukten, betont Bayer.

Das Herbizid ist seit Jahren umstritten. Gegen die Bayer-Tochter Monsanto sind in den USA über 5.000 Klagen anhängig. Ein Gericht in Kalifornien sprach einem Krebspatienten Schadenersatz in Höhe von 289 Mio. US-Dollar zu, da seine Erkrankung durch den Einsatz von Glyphosat-haltigen Mitteln hervorgerufen worden sein soll.

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