Der Gewerkschaftsvorsitzende Michael Vassiliadis auf der Jahrespressekonferenz in Hannover. (Bild: IG BCE)

Der Gewerkschaftsvorsitzende Michael Vassiliadis auf der Jahrespressekonferenz in Hannover. (Bild: IG BCE)

| von goebelbecker

Die Ergebnisse einer Mitglieder- und Beschäftigtenbefragung hat die Gewerkschaft nun bei ihrer Jahrespressekonferenz vorgestellt. Jeder dritte der mehr als 17.000 Befragten bundesweit sieht die Aufgabe der Gewerkschaften außerdem vor allem darin, darauf zu drängen, dass Unternehmen durch Klimaschutz und Digitalisierung nicht überfordert werden. Seit Jahren fordert die Gewerkschaft  mehr Investitionen in klimagerechte Produkte und Produktionsverfahren sowie eine klares Commitment der Unternehmen, dabei zuerst die inländischen Standorte zu bedenken.

„Die Umfrage gibt uns kräftige Rückendeckung für unsere Position: Den Industriestandort in einem gesamtgesellschaftlichen Kraftakt zu einem globalen Technologieführer der Transformation zu machen – das muss das Ziel sein“, meint der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis. Darin liege eine große Chance für die Zukunft. Die Gewerkschaft versteht sich als Treiberin einer „realistischen und sozial gerechten Transformation“. Sie hat deshalb den Strategieprozess „Perspektiven 2030+“ gestartet, der auf dem 7. Gewerkschaftskongress 2021 in neue industrie-, tarif- und organisationspolitische Leitbilder münden soll.

Chemie-Tarifrunde 2019: Die Ergebnisse

Beispiel Chemieindustrie

Wie gewaltig allein die Herausforderungen einer treibhausgasneutralen Industrie bis 2050 seien, skizzierte Vassiliadis am Beispiel der energieintensiven Chemiebranche. Die Umstellung auf eine CO2-freie Produktion werde ihren Strombedarf verelffachen. Allein die heimische Chemieindustrie werde dann so viel Strom benötigen wie heute die gesamte Bundesrepublik – und der müsse komplett aus erneuerbaren Energieträgern kommen, wie aus einer VCI-Studie hervorgeht. (jg)

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