Petro China meldet drastischen Gewinneinbruch

Der Gewinn von Petro China bricht um 70 % ein (BIld: sunt / Fotolia)

| von Ansgar Kretschmer

Insgesamt gaben 56,2 % der befragten Unternehmen in einer Umfrage des Ifo-Instituts an, durch die Corona-Epidemie bereits negative Folgen zu spüren. Im verarbeitenden Gewerbe liegt der Anteil bei 63 %. Bei den Dienstleistungsunternehmen sehen sich 50,3 % der Unternehmen angegriffen. Gründe sind unter anderem abgesagte Veranstaltungen wie Messen und Kongresse, aber auch ausgefallene Dienstreisen.

Der Chemiekonzern Wacker hat angesichts der Epidemie seine Jahresprognose für 2020 unter Vorbehalt gestellt. Die Auswirkungen könnten das Unternehmen mehr als 100 Mio. Euro kosten, teilte Wacker im Rahmen seiner Bilanz für 2019 mit. Bereits 2019 hatte das Konzernergebnis unter Sondereinflüssen gelitten.

Produktion bei Covestro bislang nicht betroffen

So wie viele Unternehmen nach Möglichkeit die Arbeit ins Home Office verlegen, trifft auch der Kunststoffhersteller Covestro erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. „Es gilt zuvorderst, die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihrer Familien zu schützen, eine Ausbreitung des Virus bei Covestro zu verhindern und gleichzeitig den Geschäftsbetrieb bestmöglich aufrechtzuerhalten, um unsere Kunden weiter zuverlässig zu beliefern“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Markus Steilemann. Neben der Arbeit von Zuhause gehören verschärfte Sicherheits- und Hygienevorkehrungen in den produktionsnahen Bereichen zu den getroffenen Maßnahmen.

Der Produktionsbetrieb sei aber bislang nicht eingeschränkt, meldet der Konzern. „Neben dem Bewahren unserer Gesundheit muss es natürlich auch das große Ziel sein, unsere Anlagen trotz der sich verschärfenden Situation zuverlässig und sicher weiter zu betreiben“, so Daniel Koch, Produktionsleiter bei Covestro an den NRW-Standorten.

IEA und Opec besorgt

Besorgt äußerten sich auch der Vorsitzende der Internationalen Energieagentur (IEA) Dr. Fatih Birol, und der Generalsekretär der Opec Mohammad Sanusi Barkindo. In einem gemeinsamen Statement betonten sie die weitreichenden wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die von der „schweren und nie dagewesenen globalen Gesundheitskrise“ ausgehen könnten. Riskant sei besonders die rasante Dynamik der Veränderungen, wie sie bereits am Verfall des Ölpreises zu sehen seien.

Einer Analyse der IEA zufolge könnten die Einnahmen besonders von Ölexporten abhängiger Staaten 2020 um 50 bis 85 % fallen und das niedrigste Niveau seit zwei Jahrzehnten erreichen. Wichtig sei nun ein stabiler Markt, unterstützt durch Maßnahmen, um die besonders gefährdeten Entwicklungsländer zu schützen. IEA und Opec sagten einander zukünftige Zusammenarbeit zu. (ak)

 

 

 

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