70647 : Neue Luftaufnahmen der Werke LEV, DOR, UER, ELB

Im Vergleich zum Vorjahr war die Höhe der Neuinvestitionen zwar leicht rückläufig, dafür brummt das Geschäft mit der Instandhaltung. (Bild: Currenta)

Dr. Ernst Grigat, Leiter des Chempark Dormagen, kommentiert: „Wir sehen hier einen kerngesunden Standort, der sehr solide wächst. Nicht umsonst ist er das Zuhause für 38 Unternehmen aus der chemischen Industrie und chemienahe Dienstleister. Den jüngsten Zuwachs konnten wir erst in diesen Tagen begrüßen.“ Dabei handelt es sich um Sidra Wasserchemie. Der Spezialist für flüssige Fällungschemikalien, insbesondere Eisen-III-Chlorid-Lösungen, beliefert die Bayer-Division Crop Science. Grund für die Ansiedlung sind die Nähe zum Kunden und die passgenaue Fügung in den Produktions- und Verarbeitungsverbund des Chempark. Sidra betreibt bereits Standorte am Stammsitz Ibbenbüren und in Bitterfeld sowie in Belgien. Der Betrieb im Chempark Dormagen soll im Sommer 2017 starten. Dafür investiert das Unternehmen rund 2,5 Mio. Euro.

„Die beständige Entwicklung zeigt sich vor allem nach dem Abschluss einiger Großprojekte der vergangenen Jahre“, erklärt Grigat beim Frühjahrspressegespräch am Mittwoch, 22. März 2017. Zwar liegen die Neuinvestitionen 2016 mit 217 Mio. Euro unter den 271 Mio. Euro des Jahres 2015, als beispielsweise die TDI-Anlage von Covestro und der Steam Reformer von Air Liquide starteten. Dafür gaben die Chempark-Unternehmen 2016 mit 248 Mio. Euro für Instandhaltungen 67 Mio. Euro mehr aus als im Vorjahr. Die Gesamtzahl der im Werk Beschäftigten bleibt mit rund 10.500 ebenso wie die Zahl der fest Beschäftigten bei den Chempark-Unternehmen mit knapp 7.000 etwa gleich. „Jetzt fahren die Unternehmen die Ernte der Großinvestitionen ein, die neuen Anlagen verdienen ihr Geld, die Belegschaft ist konstant – der Chempark arbeitet unaufgeregt und solide“, so Grigat. Die Investitionskosten – die Summe aus Neuinvestitionen und Instandhaltung – liegen mit 464 Mio. Euro 2016 etwa auf Vorjahresniveau.

Grigat nutzte das Gespräch mit den Journalisten außerdem, seinen Nachfolger vorzustellen: Zum 1. April 2017 übernimmt Lars Friedrich, 44, die Funktion des Chempark-Leiters.

Currenta mahnt funktionierende Infrastruktur an

Mit Blick in die Zukunft betonte Grigat, dass weitere langfristig angelegte Investitionen im Chempark keine Selbstläufer seien. Der Standort-Leiter kritisierte in Richtung Politik die unklaren Perspektiven für neue Projekte mit industrieller Nutzung von Strom und Dampf. Im Alltag sichtbarer aber seien die Probleme, die sich aus der dringend notwendigen Instandhaltung öffentlicher Verkehrswege ergeben. „Eine intakte und leistungsfähige Infrastruktur ist wichtig für die Industrie hier im Land – für die Chempark-Standorte hat sie sogar existenzielle Bedeutung. Dies gilt insbesondere für die Autobahn-Situation im westlichen NRW“, so Grigat. „Ersatzbauwerke für die Rheinbrücken der A 1 und der A 40, der Ausbau der A 57 sowie der Neubau einer Rheinquerung bei Köln-Godorf erlauben keine Verzögerung mehr. Es ist entscheidend, dass die bereits bereitgestellten Milliarden des Bundesverkehrswegeplans mit Hochdruck ‚auf die Straße‘ gebracht werden. Andernfalls könnte das ansonsten positive Image unseres Landes und das Investitionsklima für die heimische chemische Industrie auf Dauer Schaden nehmen.“

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