Clariant-Bilanz: Gewinnziele verschoben

Der Spezialchemie-Hersteller Clariant musste seine Ziele trotz Gewinnsteigerung weiter nach hinten verschieben (Bild: Clariant)

Clariant: Umsatzwachstum von 8 % in einem sich verschlechternden wirtschaftlichen Umfeld

CEO Hariolf Kottmann (Bild: Clariant)

Peter R. Huntsman, Präsident und CEO von Huntsman, und Hariolf Kottmann, CEO von Clariant, lassen sich in in einer gemeinsamen Erklärung dazu wie folgt zitieren: „Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass die vorgeschlagene Fusion unter Gleichen, wie sie am 21. Mai 2017 vereinbart wurde, im langfristigen Interesse aller unserer Aktionäre ist. Angesichts der anhaltenden Anhäufung von Clariant-Aktien durch den aktivistischen Investor White Tale Holdings und seiner Ablehnung der Transaktion … glauben wir jedoch, dass die Unsicherheit zu groß ist, ob Clariant die Zustimmung von zwei Dritteln der Aktionäre erhalten wird, die für die Genehmigung der Transaktion nach schweizerischem Recht erforderlich ist.“ White Tale hatte zuletzt seinen Anteil an Clariant weiter erhöht und hält nun 20 Prozent der Aktien des Spezialchemie-Herstellers. Der US-Investor argumentiert, dass Clariant bei der beabsichtigten Fusion unterbewertet ist und der Zusammenschluss unternehmerisch keinen Sinn ergibt.

Huntsman und Kottmann weiter: „Unter diesen Umständen und angesichts der Störungen und Unsicherheiten, die für beide Unternehmen entstanden sind, haben wir gemeinsam entschieden, den Fusionsvertrag zu kündigen.“
Eine Gebühr, wie sie bei Mergern in der Regel vereinbart wird, ist im Fall des einvernehmlichen Abbruchs nicht fällig. Hätte der Schweizer Konzern das Vorhaben einseitig beendet, wären Zahlungen in Höhe von 210 Mio. US-Dollar an Huntsman sowie weitere 60 Mio. USD Nichtzulassungsgebühr fällig geworden.
(as)

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