Stück für Stück macht Bayer seine Covestro-Anteile zu Geld und zieht sich mittelfristig vollständig aus der ehemaligen Tochterfirma zurück. (Bild: Gina Sanders – Fotolia)

Stück für Stück macht Bayer seine Covestro-Anteile zu Geld und zieht sich mittelfristig vollständig aus der ehemaligen Tochterfirma zurück. (Bild: Gina Sanders – Fotolia)

| von Ansgar Kretschmer

Darüber hinaus bot Bayer Schuldverschreibungen im Volumen von einer weiteren Mrd. Euro mit Fälligkeit im Jahr 2020 an, welche in Covestro-Aktien umgetauscht werden können. Die Schuldverschreibungen werden mit 0,05 % jährlich verzinst. Der Ausgabepreis beträgt 105,25 % des Nennbetrags und der anfängliche Umtauschpreis wurde auf 80,93 Euro festgesetzt. Im Falle des Umtauschs hat Bayer das Recht, die Schuldverschreibungen flexibel in Geld, in Aktien des Kunststoffherstellers oder einer Kombination aus beidem zu begleichen.

Die Aktienplatzierung und die Begebung der Schuldverschreibungen fanden am Dienstagabend nach Marktschluss statt und richteten sich ausschließlich an institutionelle Investoren. Im Rahmen der Platzierungen hat Bayer einer Lock-up-Periode von 90 Tagen zugestimmt.

Darüber hinaus wird Bayer in Kürze 8 Mio. Aktien des Kunststoffherstellers in den Pensions-Treuhandverein Bayer Pension Trust einlegen. Das Paket entspricht 4 % der Aktien und wird der gleichen Lock-up-Periode von 90 Tagen unterliegen.

Die Transaktionen eröffnen für Bayer die Gelegenheit, den Anteil an dem Polymerspezialisten weiter zu reduzieren. Bayer will das Unternehmen weiterhin voll konsolidieren, da Bayer mit dem nach Vollzug dieser Transaktionen verbleibenden Stimmenanteil weiter die Mehrheit bei einer Hauptversammlung des Polymerherstellers hätte. Wie bereits angekündigt, will Bayer sich mittelfristig vollständig von Covestro trennen.

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