Dr. Klaus Schäfer bei der Achema-Eröffnung 2022

Die Dechema veranstaltet unter anderem die Weltleitmesse Achema. Hier im Bild: Der Vereinsvorsitzende Dr. Klaus Schäfer bei der Eröffnung 2022. (Bild: Dechema / Pietro Sutera)

Neu im Dechema-Vorstand sind seit Januar Dr. Cord Landsmann vom Anlagenbauer Thyssenkrupp / Uhde, Dr. Beate Müller-Tiemann vom Pharmakonzern Sanofi-Aventis sowie Prof. Dr.-Ing. Irina Smirnova von der Technischen Hochschule Hamburg-Harburg. Sie wurden bereits bei der Mitgliederversammlung im November 2022 einstimmig in das Gremium gewählt.

Die Mitglieder des Dechema-Vorstands werden jeweils für drei Jahre gewählt und verteilen sich auf die Gruppen „Apparate- und Anlagenbau“, „Wissenschaft“ sowie „Chemische Industrie/Biotechnologie“. Damit repräsentieren sie die wichtigsten Bereiche des Vereins.

Wiedergewählt wurden Dr. Armin Knors vom Bayer-Konzern, Prof. Dr. Vera Meyer von  der TU Berlin, Prof. Dr. Oskar-Werner Reif vom Pharmazulieferer Satorius Stedim Biotech sowie Dr. Wolfram Stichert von der BASF-Katalysetochter Hte. Als Rechnungsprüfer und Gäste des Vorstands wurden Eva-Maria Mau von Hamilton Bonaduz und Dr. Andreas Hoff von Evonik Technology & Infrastructure wiedergewählt.

Hintergründe zu den neuen Dechema-Vorständen

Cord Landsmann

Cord Landsmann ist seit Januar 2022 Chief Executive Officer (CEO) der Business Unit Uhde, die die Aktivitäten des Chemieingenieurwesens und des Anlagenbaus von Thysssenkrupp umfasst. Davor verantwortete er mehrere milliardenschwere Geschäfte und Projekte in den Bereichen Energie, erneuerbar Energien und Versorgungsunternehmen. Landsmann bringt seine Erfahrung in der Entwicklung und Durchführung von Projekten auf globaler Ebene, der Projektfinanzierung und der Aushandlung komplexer kommerzieller Verträge in den Bereichen Sektorkopplung und Energiewende ein. Im Rahmen seiner CEO-Rolle verantwortet er auch die F&E-Aktivitäten für die Entwicklung innovativer Verfahren und Produkte für eine nachhaltigere Zukunft der chemischen Industrie, unter anderem in den Feldern des grünen Ammoniaks und Methanols. Er studierte Betriebswirtschaft und Management mit Schwerpunkt Finanzen und Internationales Management in Münster, wo er auch promovierte.

Beate Müller-Tiemann

Beate Müller-Tiemann ist Globale Leiterin „Manufacturing Science, Analytics and Technology (MSAT)” für chemische und mikrobielle Produkte bei Sanofi-Aventis Frankfurt. Sie ist für das gesamte Produktportfolio von Sanofi verantwortlich (Wirkstoff und Arzneimittel). Zu ihrem Aufgabenbereich gehören unter anderem die mikrobielle Biotechnologie zur Herstellung von Biopharmazeutika, aber auch die klassische organische Chemie. Sie promovierte in Biochemie, Molekularbiologie und Zellbiologie an der Universität Hamburg und ist Maîtrise de Biochimie der Universität Montpellier, Frankreich. Sie begann ihre Karriere bei Sandoz in Basel, Schweiz, in der molekularen Neurologieforschung, wechselte dann in die molekulare Onkologie zur Bayer Corporation in West Haven, Connecticut / USA, und anschließend zur Schering AG nach Berlin, wo sie sich auf Hochdurchsatztechnologien in der Proteinforschung und Kristallographie konzentrierte, bevor sie am Bayer-Forschungszentrum in Wuppertal, die Biologics Research Organization aufbaute und leitete.

Irina Smirnova

Irina Smirnova ist Vizepräsidentin für Forschung, TU Hamburg und Leiterin des Instituts für Thermische Verfahrenstechnik. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Aerogele, Hochdrucktechnik, Bioraffinerie, innovative Trenntechnologien sowie der Entwicklung molekularer thermodynamischer Methoden. Zuvor war sie Gastwissenschaftlerin an der Sogang Universität in Südkorea und arbeitete bis 2008 als Gruppenleiterin und Habilitandin am Institut für Thermodynamik und Thermische Verfahrenstechnik der Technischen Universität Berlin und am Institut für Thermische Verfahrenstechnik an der Universität Erlangen-Nürnberg. Irina Smirnova studierte Physikalische Chemie an der Staatlichen Universität St. Petersburg, promovierte 2002 an der Technischen Universität Berlin und habilitierte 2008 an der Universität Erlangen-Nürnberg. In ihrer wissenschaftlichen Laufbahn wurde sie mit dem Hochschullehrer-Nachwuchspreis der DECHEMA, dem Hamburger Lehrpreis sowie dem Ralf Dahrendorf Preis ausgezeichnet.

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