Pressekonferenz zur Vorstellung der überarbeiteten EU-Industriestrategie

Pressekonferenz zur Vorstellung der überarbeiteten EU-Industriestrategie. (Bild: Europäische Union)

| von Jona Göbelbecker

In der aktualisierten Industriestrategie bekräftigt die EU die Prioritäten, die sie unmittelbar vor dem Beginn der Coronapandemie gesetzt hatte: den Übergang zu einer grünen, digitalen und wettbewerbsfähigen Wirtschaft in Europa. Neu werden in der Strategie werden nun zusätzlich Maßnahmen vorgeschlagen, um den Binnenmarkt – insbesondere in Krisenzeiten – resilienter zu machen und die Abhängigkeiten Europas in wichtigen strategischen Bereichen zu bewältigen.

Im Fokus der Strategie stehen außerdem kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die Strategie sieht hier eine bedarfsgerechte finanzielle Unterstützung und Maßnahmen vor, die KMU und Start-ups in die Lage versetzen sollen, den grünen und digitalen Übergang zu bewältigen.

„Ein Sprung nach vorn“

Der französische (France Chimie) und der deutsche Chemieverband (Verband der Chemischen Industrie - VCI) begrüßten in einer Stellungnahme die Veröffentlichung der aktualisierten EU-Industriestrategie. Sie unterstrichen dabei, dass die chemische Industrie eine Schlüsselrolle für die europäische Wirtschaft und die technologische Führungsrolle Europas spiele. Als ein zusätzliches Element dieser Industriestrategie fordern France Chimie und der VCI einen sektoralen Ansatz für den Chemiesektor als wichtigem Anbieter nachhaltiger Lösungen für den Green Deal. Nach der gemeinsamen Vorstellung der nationalen Aufbau- und Resilienzpläne durch die französische und die deutsche Regierung in der vergangenen Woche wiesen die beiden Chemieverbände darauf hin, dass es die Industrie ist, die die Lösungen für Aufschwung und Transformation liefern werde.

Das heute veröffentlichte Update der europäischen Industriestrategie sei ein wichtiger Schritt, um die Ziele des Green Deals zu erreichen und die europäische Industrie beim Übergang zur Klimaneutralität bis 2050 zu begleiten. France Chimie und VCI begrüßten die Tatsache, dass Innovation als wesentlicher Erfolgsfaktor für den Green Deal gesehen werde. „Damit aus dem Green Deal nachhaltiges Wachstum entstehen kann, müssen Forschung und Entwicklung der chemischen Industrie gezielt gefördert werden. Wir entwickeln die Technologien und ermöglichen damit die Transformation zu einem nachhaltigen Wirtschaften. Hierzu braucht die europäische Chemieindustrie dringend Rückenwind von der europäischen Politik“, betonte Christian Kullmann, Präsident des VCI. Beide Verbände betonten in der Stellungnahme dabei die Notwendigkeit einer stärkeren Kohärenz der vielfältigen Elemente des Green Deals, damit dieser eine Erfolgsgeschichte werde, und forderten einen umfassenden Ansatz für die chemische Industrie. „Wir sind bereit, einen Beitrag zum Klimawandel und zur Kreislaufwirtschaft zu leisten, aber wir brauchen die Mittel dazu“, betonte Luc Benoit-Cattin, Präsident von France Chimie.

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