Seltenerdmetalle in Kiruna entdeckt

Zwischen Erkundung der Lagerstätte und Gewinnung der Seltenerden liegen viele Jahre (Bild: LKAB, Hans Berggren)

Da Seltenerdmetallen unter anderem für den Bau von Windrädern und Elektroautos benötigt werden, sind sie unverzichtbar für die Energiewende. „Wir stehen vor einem Versorgungsproblem. Ohne Minen kann es keine Elektrofahrzeuge geben“, so Jan Moström, Präsident und Konzernchef von LKAB.

Bisher werden in Europa keine Seltenen Erden abgebaut. Europa ist von Einfuhren abhängig, wobei China den Weltmarkt dominiert: Über 90% der Seltenerdmetalle stammen aus chinesischen Minen. Nach Einschätzung der Europäischen Kommission wird sich die Nachfrage nach Seltenen Erden bis 2030 mehr als verfünffachen. Deshalb könnte eine mögliche Unabhängigkeit der EU von China und Russland in politisch unruhigen Zeiten die Versorgungssicherheit stärken.

Wo die Vorkommen liegen

Zwischen Erkundung der Lagerstätte und Gewinnung der Seltenerden liegen viele Jahre

Der Weg zu einem Abbau der Minerale ist jedoch noch lang. Der erste Schritt ist ein Antrag auf eine Abbaukonzession für die Lagerstätte Per Geijer. LKAB plant, noch im Jahr 2023 einen solchen Antrag zu stellen.

Geht man von anderen Genehmigungsverfahren in der Branche aus, so müssen die Schweden mit zehn bis 15 Jahren rechnen, bis sie mit dem Abbau beginnen und die Rohstoffe auf den Markt bringen können. Jan Moström fordert deshalb von der Europäischen Kommission, die Genehmigungsverfahren zu ändern, um einen Abbau von Rohstoffen dieser Art in Europa zu sicherzustellen.

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