Markt

| von Martin Large

Werksschließung

Evonik beendet PMMA-Produktion in Gramatneusiedl Ende 2017

Evonik Industries beabsichtigt, das Werk des Tochterunternehmens Evonik Para-Chemie in Gramatneusiedl, Österreich, zum 31. Dezember 2017 zu schließen. Das Werk mit etwa 150 Mitarbeitern gehört zum Segment Performance Materials und produziert Polymethylmethacrylat (PMMA).

Evonik schließt sein PMMA-Werk in Gramatneusiedl bis Ende 2017. (Bild: Evonik)

Evonik schließt sein PMMA-Werk in Gramatneusiedl bis Ende 2017. (Bild: Evonik)

Hintergrund der Entscheidung ist der intensive Wettbewerb auf dem Markt für PMMA. Dieser sei mit einem hohen Preisdruck verbunden und lasse einen nachhaltig wirtschaftlichen Betrieb des Werks Gramatneusiedl nicht mehr zu, meldet Evonik. Das Unternehmen habe aber nach eigenen Angaben Alternativen zur Stilllegung des Betriebs ausgiebig geprüft. „Die Schließung zum Jahresende 2017 ist unsere einzige verbleibende Möglichkeit. Unseren Kunden sichern wir weiterhin eine sorgfältige Ausführung der Aufträge zu“, erklärt Martin Krämer, Leiter des Geschäftsgebiets Acrylic Products, zu dem Evonik Para-Chemie gehört.

Alle mitarbeiterbezogenen Maßnahmen will das Unternehmen mit den Arbeitnehmervertretern partnerschaftlich aushandeln. „Sobald wir konkrete Details ausgearbeitet haben, werden wir darüber informieren“, sagte Magdalena Wagner, Arbeitsdirektorin des Geschäftsbereichs Performance Materials. „Zu den derzeit geplanten Maßnahmen gehören ein sachgerechter Sozialplan, Angebote zur Übernahme von Arbeit in Arbeit an unseren Standorten in Österreich und Deutschland sowie die Unterstützung einer Arbeitsmarktstiftung, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterbildet und sie bei der Stellensuche unterstützt.“

Zudem sind Maßnahmen für einen umweltgerechten Rückbau geplant, sodass das Gelände in Zukunft auch für nicht-industrielle Zwecke genutzt werden kann. Hier finden Sie die ursprüngliche Pressemeldung.

(dl/ml)

 

 

https://www.evernote.com/Home.action#n=56113e93-d826-40ad-849a-5ae1e95d7a0f&ses=4&sh=2&sds=5&

Kostenlose Registrierung

Bleiben Sie stets zu allen wichtigen Themen und Trends informiert.
Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.
*

Ich habe die AGB, die Hinweise zum Widerrufsrecht und zum Datenschutz gelesen und akzeptiere diese.

*) Pflichtfeld

Sie sind bereits registriert?

Unternehmen

Evonik Industrie AG

Paul-Baumann-Str.1, Chemiepark Marl
45764 Marl
Germany

Diskutieren Sie mit

Aktuellste Beiträge

Analysegerät MDE 3300 DL misst die Viskosität
Direkte und indirekte Messung

Analysegerät MDE 3300 DL

Aus der MDE-Familie hat HTK Hamburg die Gerätepalette erweitert und das bewährte Messsystem um die Messung von Viskosität in der Fluidtechnik weiterentwickelt. Das Analysegerät MDE 3300 DL misst die Viskosität im laufenden Prozess – auch auf engstem Raum.Weiterlesen...

Kompressor
Halbhermetischer Verdichter für Tiefkühlung

Verdichterbaureihe HA-LG

Bock Frickenhausen hat die halbhermetischen Verdichter der Baureihe HA-LG für Low GWP Kältemittel entwickelt.Weiterlesen...

Big-Bag-Entleeranlage von Novindustra
Entleeranlage für heikle Produkte

Big-Bag-Entleeranlage Doppel-Hub-Pusher

Der Doppel-Hub-Pusher von Novindustra ist eine Spezialentwicklung für das Fluidisieren, Mobilisieren, staubfreie Entleeren, Zerkleinern und dosierte Zuteilen von schwierig zu handhabenden Produkten. Er ist somit speziell geeignet für das absolut staubfreie und geschlossene Entleeren von pharmakologisch und toxisch gefährlichen Stoffen in flexible Gebinde.Weiterlesen...

Kunststoff-Pellets
Projekt in Frankreich

Eastman will milliardenschwere Recycling-Anlage bauen

Der Chemiekonzern Eastman hat angekündigt, bis zu 1 Mrd. US-Dollar in eine Anlage für molekulares Kunststoff-Recycling in Frankreich zu investieren. Die Anlage soll jährlich etwa 160.000 t schwer zu recycelnde Kunststoffabfälle verarbeiten.Weiterlesen...

BASF-Fahnen
Volumen von 300 Millionen Euro

BASF baut neue HMD-Anlage im Elsass

Der Chemiekonzern BASF hat angekündigt, eine neue Hexamethylendiamin-Anlage (HMD) in Chalampé, Frankreich, zu bauen. Die Investition an dem elsässischen Standort soll rund 300 Mio. Euro betragen.Weiterlesen...