Infraserv Höchst und VIK kritisieren EEG-Belastungen
Sehen die Wirtschaftlichkeit der industriellen Eigenstromproduktion gefährdet: Barbara Minderjahn und Dr. Roland Mohr (Bild: Redaktion)

Sehen die Wirtschaftlichkeit der industriellen Eigenstromproduktion gefährdet: Barbara Minderjahn und Dr. Roland Mohr (Bild: Redaktion)

Eigenstromanlagen decken derzeit rund 16 % des industriellen Strombedarfs und reduzieren dabei den C02-Ausstoß um rund 12,5 Mio. t/a. Wirtschaftlich zu betreiben sind sie, weil sie aktuell von EEG-Belastungen verschont sind. Diese Freistellung ist durch die Beschlüsse von Meseberg nun in Frage gestellt. Sie sehen unter anderem vor, dass neue Eigenstromprojekte künftig eine 70 %ige EEG-Belastung erhalten. Dies hätte ein sofortiges Ende des Ausbaus umweltfreundlicher Eigenstromerzeugung in Unternehmen zur Folge, so die Einschätzung von Barbara Minderjahn, Mitglied der VIK-Geschäftsführung. Darüber hinaus stelle die Entscheidung einen klaren Vertrauensbruch dar, versprach die Regierung doch bisher eine auch weithin gültige Befreiung einer solchen Belastung. Einziger Hoffnungsschimmer sei der Vorstoß von Bundeswirtschaftsminister Gabriel, der unlängst eine EEG-Freistellung sowohl für bestehende als auch modernisierte Bestandsanlagen zur Eigenerzeugung in den Raum stellte. Weiterhin offen sei allerdings der Aspekt der Neubauten. „Fast noch schlimmer als reale Belastungen ist die herrschende Unsicherheit: Sie lähmt alle Investitionsentscheidungen und bedroht damit den Standort Deutschland. Nicht zuletzt ist die komplette Zeitachse der Energiewende an der Realität vorbei geplant, „ kommentiert Dr. Roland Mohr, Geschäftsführer von Infraserv Höchst, die aktuelle Situation.

(pb)

Die offizielle Pressemeldung von Infraserv finden Sie hier.

 

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