| von Fabian Liebl

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess wird in Singapur eine Produktionsanlage für Butylkautschuk mit einer Jahreskapazität von bis zu 100000 t errichten. Die Anlage, die im Jahre 2011 den Betrieb aufnehmen soll, wird im Tembusu-Bereich von Jurong Island gebaut. Mit einem Investitionsrahmen von rund 400 Mio. Euro ist dies das bisher größte Investitionsprojekt in der Firmengeschichte. Für den Neubau hatte die JTC Corporation, eine Behörde des Ministeriums für Handel und Industrie der Regierung Singapur, ein rund 20000 m2 großes Areal bereitgestellt. Planmäßiger Baubeginn ist Anfang 2009. An dem neuen Standort sollen mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigt werden.

Schon vor dem ersten Spatenstich hat Lanxess die Versorgung mit dem wichtigsten Rohstoff durch einen langfristigen Liefervertrag mit Shell Eastern Petroleum abgesichert. Shell wird ab 2010 das Raffinat 1, ein Produkt der Butadienextraktion, per Pipeline von der benachbarten Insel Bukom liefern. Hieraus wird Lanxess einerseits das für die Kautschukherstellung benötigte Isobuten gewinnen und zusätzlich als Nebenprodukt das Raffinat 2 extern vermarkten. Auch für Isopren ist der Abschluss von langfristigen Liefervereinbarungen mit asiatischen Produzenten vorgesehen.

Lanxess erwartet für Butylkautschuk in den kommenden 15 Jahren ein nachhaltiges Marktwachstum von jährlich rund 3 %. Wachstums-Schwerpunkte sind China, Taiwan und Hong Kong mit rund 6 % pro Jahr, aber auch Indien mit mehr als 8 %.

Bereits in den letzten beiden Jahren hatte das Unternehmen seine bisherigen Produktionsstandorte in Zwijndrecht/Belgien und Sarnia/Kanada ausgebaut. Nach Abschluss der jüngsten Erweiterung in Sarnia wird es ab 2009 über eine Jahreskapazität von insgesamt 280000 t Butylkautschuk verfügen.

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