Merck übernimmt Sigma-Aldrich für rund 13 Mrd. Euro
| von Fabian Liebl
Rakesh Sachdev (l.), Vorsitzender des Vorstands von Sigma-Aldrich, und Karl-Ludwig Kley (r.), Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck (Bild: Merck)

Rakesh Sachdev (l.), Vorsitzender des Vorstands von Sigma-Aldrich, und Karl-Ludwig Kley (r.), Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck (Bild: Merck)

Sigma-Aldrich zählt über 9.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2013 einen Umsatz von 2,7 Mrd. US-Dollar (etwa 2,1 Mrd. Euro). Das Unternehmen produziert und vertreibt über 230.000 Chemikalien, Biochemikalien sowie andere essentielle Produkte für Forschung, Entwicklung, Analytik sowie für industrielle und kommerzielle Märkte. Auf Basis der Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2013 würde sich der Gesamtumsatz des zusammengeführten Life-Science-Geschäfts von Merck und Sigma-Aldrich damit um 79 % auf 4,7 Mrd. Euro erhöhen. Der Konzernumsatz von Merck würde um rund 19 % steigen.

Die Unternehmensleitung von Sigma-Aldrich hat der Transaktion bereits zugestimmt. Den Aktionären von Sigma-Aldrich soll die Vereinbarung zum Zusammenschluss auf einer außerordentlichen Aktionärsversammlung zur Zustimmung vorgelegt werden. Merck rechnet mit jährlichen Synergien von rund 260 Mio. Euro, die innerhalb von drei Jahren nach Vollzug der Transaktion voll realisiert werden sollen. Merck will die beiden Unternehmen miteinander verschmelzen.

„Diese Transaktion markiert einen Meilenstein in unserem Transformationsprogramm, das darauf abzielt, unsere drei Geschäfte in den nächsten Jahren zu starken Wachstumsplattformen auszubauen“, sagte Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck. Die beiden Unternehmen, die nach Einschätzung von Kley „perfekt zueinander passen“, können den Kunden in Forschung und Wissenschaft, Pharma- und Biopharmaherstellung, Diagnostik und Testlabors ein sehr viel breiteres Produktangebot anbieten.

Merck will nach Abschluss der Transaktion sowohl in St. Louis als auch in Billerica eine signifikante Präsenz beibehalten. Ähnliches gilt auch für andere bedeutende Standorte von Merck Millipore wie Darmstadt und Molsheim.

(dw)

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