Oxea Carboxylic_Acid_Unit_Oberhausen

-60 Prozent Gebäude
09.07.2019 Der Chemiekonzern Oxeal will am Standort Oberhausen eine neue Großanlage zur Herstellung von Carbonsäuren bauen. Damit will das Unternehmen seine Produktionskapazität um fast ein Drittel steigern.
Bild: Oxea

| von Ansgar Kretschmer

„In Europa erfahren wir eine starke Nachfrage nach n-Propanoldurch namhafte Kunden im Desinfektionsmittelbereich. Denn im Vergleich zu Ethanol und Isopropanol zeigt n-Propanol in verschiedenen Veröffentlichungen, unter anderem des Robert Koch-Instituts bei niedrigerer Konzentration eine bessere Wirksamkeit gegenüber Viren und Bakterien als andere Alkohole. Als größter Hersteller haben wir die Kapazitäten, um den europäischen Markt nicht nur in der Krise zuverlässig mit n-Propanol in Biozid-Qualität zu beliefern, sondern können auch großvolumige Liefermengen für unsere industriellen Kunden noch weiter steigern“, erklärte Dr. Jens Klabunde, Technical Business Development Manger bei Oxea.

Alternative für Verpackungsdruck

Derzeit leidet die Druckindustrie unter der schlechten Verfügbarkeit von Ethanolund Isopropanol, die aufgrund der akuten Krise aus Kostengründen in den Biozidbereich umgeleitet werden. Alkohole sind wichtige Rohstoffe für die Herstellung von Druckfarben und werden im weiteren Druckverlauf als Lösemittel für den Verpackungsdruck benötigt. Angesichts der stark angestiegenen Nachfrage nach Verpackungen für pharmazeutische Produkte und Lebensmittel könnte das so zu Engpässen bei der Versorgung der Verbraucher führen.

Daher beliefert Oxea auch zunehmend die Druckindustrie: „Wir haben zum Beispiel gezeigt, dass unsere Produkte n-Propanol und n-Propylacetat, in der Industrie auch bekannt als ‚Propyls‘, nicht nur deutlich wirtschaftlicher sein können als die herkömmlich zum Verpackungsdruck verwendete Ethanol/Ethylacetat-Mischung. Sie erzielen zudem ohne technischen Aufwand eine spürbar höhere Prozessstabilität und haben darüber hinaus einen positiven Effekt auf die Nachhaltigkeit des Druckbetriebes. Propyls eignen sich daher sehr gut zum Umstieg auf eine solide und auch langfristig gut verfügbare Lösung“, führte Naoko Roth, Commercial Business Director bei Oxea, dazu aus. (ak)

Corona-Krise in der deutschen Industrie

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