Februar 2011

Die Vor-Ninendo-Generation unter uns wird sich vielleicht noch an „Öl für uns alle“ erinnern. In den 60er und 70er Jahren war das Brettspiel in Deutschland ein ähnlicher Hit wie Monopoly. Die Idee dazu stammte vom Ölkonzern BP, der es in den 50er Jahren vom Ravensburger Spielverlag produzieren ließ. Das Spielziel: Mit der eigenen Ölgesellschaft „auf eigenes Risiko“ Ölfelder erschließen, Öl fördern und per Plastiktanker für möglichst viel Geld um die Welt schippern. So weit, so harmlos.

Weniger erfolgreich, dafür umso visionärer, war die britische Variante „BP Offshore Oil Strike“, bei der es darum ging, mit der Ölgesellschaft „Hull“ (BP) vor den Rivalen „Bergen“ (Amoco), „Rotterdam“ (Chevron) und „Dieppe“ (Mobil) 120 Millionen Petrodollars zu gewinnen. Besonderer Gag dabei: Die „hazard cards“ genannten Ereigniskarten. Beispiel gefällig? „Blowout! Bohrinsel beschädigt. Zahle 1 Million US-Dollar zur Beseitigung des Ölschlicks.“ Britischer Humor?

Fast noch schöner war allerdings die Anzeige, mit der das Exxon-Vorgängerunternehmen Humble Oil für seine Marke Encon warb: Sie zeigte einen arktischen Gletscher und den Slogan „Jeden Tag liefern wir genug Energie, um sieben Millionen Tonnen Gletschereis aufzutauen.“ Bloß der Eisbär, der fehlte. [AS]

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